Bezirk ehrt engagierte Sportlerinnen und Sportler

Torsten Fehling (links) zusammen mit Stadtrat Beckers und Marina Belicke, Leiterin des Schul- und Sportamtes. (Foto: Frey)
 
Schachmeister Atila Gajo Figura (links) zusammen mit Stadtrat Beckers und Marina Belicke, Leiterin des Schul- und Sportamtes. (Foto: Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. 50 Frauen und Männer wurden am 12. November bei der Sportlerehrung für ihren ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet.

Traditionell stehen in Friedrichshain-Kreuzberg nicht die erfolgreichen Athleten im Mittelpunkt, sondern Menschen, die sich teilweise schon viele Jahre in ihren Vereinen engagieren. Zum Beispiel Marion Gießler, die seit 15 Jahren die Kindermannschaften beim BFC Südring trainiert. Winfried Franke amtiert inzwischen fast 30 Jahre als Kassenwart bei der Betriebssportgemeinschaft AOK Nordost. Regelmäßig organisiert er dort Wohltätigkeitsveranstaltungen, die einen Gesamterlös von mehr als 100 000 Euro eingebracht haben und an die Aktion Mensch oder die Hans-Rosenthal-Stiftung gespendet wurden. Torsten Fehling ist Vorsitzender, Jugendtrainer, Schiedsrichter und Aktiver bei der SG Narva. Atila Gajo Figura, erst 23 Jahre alt, wurde bereits fünf Mal deutscher Schachmeister in der Altersgruppe U25. Daneben arbeitet er als Jugendleiter des Schach-Clubs Kreuzberg. Harald Leidicke (62) gehört seit 1955 zum Berliner Turn Verein von 1850. Er war dort erfolgreicher Leichtathlet und Handballer und ist seit mehr als 30 Jahren Mitglied im Vorstand, seit 22 Jahren als 1. Vorsitzender.

"Sie alle zeigen ein hohes Maß an Einsatz und Zuverlässigkeit, ohne das gerade im Sport wenig funktionieren würde", lobte Sportstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD). Das gelte gerade aktuell. Denn bleibe es bei dem vom Berliner Senat verlangten Personalabbau müssten weitere Leistungen der Verwaltung auch im Sportbereich reduziert werden, erklärte der Stadtrat. "Wir versuchen das, so gut es geht in Grenzen zu halten, aber es wird sich nicht vollständig vermeiden lassen." Hoffnung setzt Beckers noch darauf, dass die Stellenstreichungen möglicherweise über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Der SPD-Landesparteitag habe jüngst gefordert, statt der vorgesehenen fünf dafür zehn Jahre vorzusehen. Auch vom Koalitionspartner CDU gebe es Signale in dieser Richtung. Aber noch ist nicht klar, ob sich der Senat wirklich darauf einlässt.

Ein immer wiederkehrendes Problem ist die nicht ausreichende Zahl vor allem von Sportplätzen in Friedrichshain-Kreuzberg. Deshalb pocht der Bezirk auf mindestens zwei neue Anlagen auf dem Tempelhofer Feld. Versprochen waren ihm eigentlich ein neuer Fußball- sowie ein Hockeyplatz an der Züllichauer Straße. Allerdings ist inzwischen fraglich, ob sie wegen des Regenrückhaltebeckens an dieser Stelle gebaut werden. "Wir kämpfen weiter für diesen Standort und verlangen gleichzeitig zwei Sportfelder auf dem ehemaligen Flughafengelände", sagt Beckers. Damit bestehen gute Chancen zumindest das Minimalziel durchzusetzen.

Im Bezirk konnte im Mai das umgebaute Haus des Sports in der Gitschiner Straße eröffnet werden, in dem jetzt zahlreiche Vereine ihren Sitz haben. Kurz vor dem Ende stehen die Arbeiten in der Turnhalle in der Mariannenstraße. Für das kommende Jahr ist unter anderem die Sanierung des Sportgebäudes in der Wilhelmstraße 116/117 vorgesehen.


Thomas Frey / tf
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