Ersatzgrundstück ist noch nicht rückübertragen

Das Überleben des Yaam schien eigentlich gesichert. Aber inzwischen gibt es wieder Probleme. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Anfang 2014 soll der Club Yaam von seinem bisherigen Gelände vis-à-vis des Ostbahnhofs auf das sogenannte Maria-Grundstück an der Schillingbrücke ziehen.

Allerdings sind die Yaam-Macher derzeit etwas in Sorge, ob diese Zeitvorgaben eingehalten werden können. Der Grund: Bisher ist die Ersatzfläche noch nicht an den Bezirk rückübertragen worden. Das ist aber die Voraussetzung für den Umzug.Auf dem bisherigen Yaam-Areal soll ein neues Wohn- und Gewerbequartier entstehen. Deshalb wurde dem Club im vergangenen Jahr vom Eigentümer des Grundstücks, der spanischen Urnova-Gruppe, gekündigt. Bis Ende 2012 sollte die Fläche geräumt sein.

Vor allem nach Verhandlungen von Bürgermeister Dr. Franz Schulz (B 90/Grüne) gab es einen Kompromiss. Die Urnova gestattet dem Yaam den Verbleib für ein weiteres Jahr. Danach geht es auf das Maria-Areal. Um das zu ermöglichen, gibt der Liegenschaftsfonds (Lifo) dieses Grundstück, das sich seinem Bestand befindet, an den Bezirk zurück. Bereits Ende 2012 gab der Lifo-Aufsichtsrat dafür grünes Licht.

Danach musste eigentlich nur noch Berlins Finanzsenator Ulrich Nussbaum (parteilos, für SPD) die Rückgabe veranlassen und vom Abgeordnetenhaus absegnen lassen. Aber genau daran hakt es bisher.

Denn das Thema Maria-Grundstück war auch nicht auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Vermögensausschusses vor der Sommerpause am 12. Juni. Genau das irritierte die Verantwortlichen im Yaam. "Wir brauchen jetzt endlich Sicherheit, denn eigentlich wollten wir bereits mit den Vorbereitungen für den Umzug beginnen", sagt Vorstand Jan Lerch. Und da die nächste Ausschusssitzung erst nach den Ferien im August stattfindet, werde die Zeit so langsam wirklich knapp.

Ähnlich wie seinem Club gehe es auch der Urnova. "Die haben Zusagen gemacht und erwarten natürlich, dass sie auch von der anderen Seite eingehalten werden."

Die Finanzverwaltung betont dagegen, dass sie weiter dazu steht, "dass das Grundstück an den Bezirk rückübertragen wird." Allerdings, so heißt es in einer Pressenotiz weiter, seinen noch "Detailfragen zu klären". Die betreffen, wie zu hören war, vor allem die marode Uferwand an der Maria-Fläche, die saniert werden muss. Wahrscheinlich geht es jetzt darum, wer für die Kosten in Höhe von einigen Millionen Euro aufkommen muss. An dieser Frage scheiterte vor zwei Jahren auch der Verkauf des Areals an einen Investor, der dort Wohnungen bauen wollte. Er sollte sich bereit erklären, die Sanierung zu finanzieren, was der Investor ablehnte.

Maria-Grundstück heißt das Gelände an der Spree deshalb, weil sich darauf lange der Club Maria und aktuell sein Nachfolger Magdalena befindet. Dieses Lokal muss ebenfalls zunächst ausziehen, ehe das Yaam die Fläche nutzen kann.


Thomas Frey / tf
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