Viele Firmen im Bezirk suchen Nachfolger

Friedrichshain-Kreuzberg. Friedrichshain-Kreuzberg erlebte in den vergangenen Jahren einen Gründerboom. Gerade junge Menschen machten sich häufig mit einem Geschäft oder als Dienstleister selbstständig.

Jedoch wird im Bezirk in den kommenden Jahren auch das Aus für viele kleine und mittelständische Firmen befürchtet. "Bis 2017 werden sich allein in Friedrichshain-Kreuzberg rund 350 Inhaber aus Altersgründen aus ihrem Betrieb zurückziehen. In ganz Berlin sind es etwa 4000", sagt Ramona Mietzschke vom lokalen Netzwerk Existenzgründung (Lonex). Bei nicht einmal der Hälfte stehen Kinder oder Enkel als neue Chefs bereit. Knapp 60 Prozent müssen den Nachfolger jedoch außerhalb der Familie suchen. Und viele dieser geplanten Übernahmen werden wahrscheinlich scheitern, befürchtet Lonex.Außer es gelingt, frühzeitig die bisherigen und mögliche künftige Besitzer eines Unternehmens zusammenzubringen. Darum geht es bei der Veranstaltung "Übernehmen statt gründen", die das Netzwerk am 6. September von 10 bis 18 Uhr in der Rigaer Straße 29a organisiert. "Junge Existenzgründer sind zumeist sehr gut ausgebildet und verfügen häufig bereits über eine langjährige Berufserfahrung", so die Erfahrung nicht nur von Ramona Mietzschke. Aber an die Übernahme einer bestehenden Firma würden sich trotzdem viele nicht herantrauen. "Oft ist es die Angst vor einer persönlichen Überforderung, die eine Übergabe scheitern lässt." Sie wird noch verstärkt, wenn die bisherigen Besitzer einem möglichen Bewerber eher zurückhaltend begegnen.

Wie beide Seiten am besten miteinander umgehen sollten, was ein Nachfolger alles beachten muss und wo er sich Rat holen kann, das sind weitere Themen, die bei der Veranstaltung besprochen werden sollen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung und weitere Infos auf www.lonex-berlin.de.

Thomas Frey / tf
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