Kritik am teuren Baden: Acht Euro pro Eintrittskarte sind zuviel

Grünau. Die Badesaison ist beendet. Die Freibäder haben nach Angabe der Berliner Bäderbetriebe steigende Besucherzahlen verzeichnet. Kritik gibt es im Bezirk nur am privat verpachteten Freibad Grünau.

Dort kostete der Eintritt in diesem Jahr acht, ermäßigt fünf Euro. „Eine vierköpfige Familie zahlt für einen einzigen Besuch im Freibad 26 Euro. Im Seebad Wendenschloss auf der anderen Seite des Langen Sees würden für die gleiche Familie nur elf Euro fällig“, ärgert sich Philipp Wohlfeil, Fraktionsvorsitzender der Linken in der BVV. Wohlfeil hatte das Bezirksamt gefragt, ob er die Eintrittspreise in Grünau für sozial verträglich hält. Darauf hatte der für Sport zuständige Stadtrat Michael Vogel geantwortet, dass er das nicht für sozial verträglich, aber aus Unternehmersicht für gerechtfertigt hält.

Vogel hatte auch bei den Berliner Bäderbetrieben nachgefragt und erfahren, dass der Pachtvertrag aus wettbewerbsrechtlichen Gründen keine Preisvorgaben enthält. Der derzeitige Vertrag mit dem Pächter endet nach Angaben von Stadtrat Vogel Ende Dezember 2018. „Wir werden über Abgeordnetenhausmitglieder unserer Partei alles versuchen, damit nach Vertragsende ein Unternehmer mit weniger unverschämten Preisvorstellungen zum Zuge kommt“, sagt Fraktionsvorsitzender Wohlfeil. RD
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