Bärenskulptur für Weddinger Arche in Arbeit

Neue Bärenhaut: Marie, Max, Luisa und Jonas legen Hand an zum Wohle Gleichaltriger in Wedding. (Foto: Schubert)

Grunewald. Abschmirgeln, rot tünchen und verschenken. Eva Herlitz lässt einen ihrer Buddy-Bären von Kindern umgestalten. Wer das Freiluft-Atelier besucht, kann seinen Teil zur künstlerischen Wohltat beitragen - durch den Kauf eines aufklebbaren Herzens.

"Buddy"-Bären besetzten den Ku’damm, gingen als Botschafter Berlins um die ganze Welt, wechselten den Besitzer, sammelten Spenden für Hilfsprojekte rund um den Globus. Nun winkt einem dieser feisten Gesellen, der zuletzt im Garten von Alt-Bundespräsident Wulff die Tatzen hob, ein zweites Leben. Doch die Wiedergeburt mit neuer Haut ist ein beschwerlicher Akt. Schauplatz ist ein Grunewalder Garten. Dort schinden die Zwillinge Marie und Max (8) Farbschichten vom Bauch, Luisa (7) und Jonas (9) kratzen den alten Anstrich von den Pranken. Gleichmütig glotzt die Figur über ihre kleinen Wohltäter hinweg. Noch ist der Leib mit Autogrammen bedeckt, ein schrill-buntes Wirrwarr, niedergekritzelt von Berliner Kindern."Wir werden sie erst abschmirgeln, dann rot streichen", erklärt Eva Herlitz, die "Mutter" aller Kunst-Petze und Gründerin des gemeinnützigen Vereins "Buddy Bear Help". In einem Garten an der Teplitzer Straße 38 sollen in diesen Tagen nicht nur Kinder aus der Nachbarschaft Hand anlegen. Herlitz sucht Sponsoren. Die dürfen täglich zwischen 10.30 und 18 Uhr erscheinen, um gegen Spendenzahlung aus einer weißen Folie ihr ganz persönlichen Verzierungen auszustanzen - in Form von Herzen. Diese gelangen dann, farblich ausgestaltet, auf die Haut des restaurierten "Buddies". Und auch die Empfänger des Schmuckstücks dürfen am Ende fleißig mitkleben: die Kinder der Arche in Wedding. Dass es dort überhaupt eine Niederlassung dieser Organisation für benachteiligte Kinder gibt, ist ebenfalls ein Verdienst von "Buddy Bear Help". 2009 fand Herlitz die passenden Räumlichkeiten. "Und seitdem zahlen wir dort für die Arche die Miete."

Weitere Informationen im Internet unter www.buddy-bear-help.org

Thomas Schubert / tsc
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