Niederneuendorfer Allee kapituliert vor starkem Verkehr

Hakenfelde. Autofahrer müssen in den kommenden Jahren mit erhebliche Einschränkungen auf der Niederneuendorfer Allee rechnen. Zunächst werde die Straße für den Schwerlastverkehr von mehr als 3,5 Tonnen gesperrt, später dann ausgebaut.

Das kündigte Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 18. September an. Betroffen sein wird der Abschnitt der Niederneuendorfer Allee zwischen Neuenahrer Weg und Landesgrenze. Als Grund für die geplanten Maßnahmen nannte Bauamtsmitarbeiter Andreas Hübner "den Straßen- und Ausbauzustand der einzigen Nord-Süd-Verbindung von Spandau ins Umland". Deren Fahrbahn sei nicht für die jetzigen Belastungen gebaut worden. Daher sei ein Ersatzbau geplant, dem jedoch ein Planfeststellungs-Verfahren vorausgehen müsse, denn die überörtliche Straße führe durch ein Natur- und Vogelschutzgebiet.Zunächst wird es ab November zur Verhinderung weiterer Schäden ein Durchfahrtsverbot für den Schwerlastverkehr auf dem Abschnitt zwischen Teufelsseekanal und Bürgerablage geben. Ausgenommen von der Sperrung sind nur der Busse sowie Anlieger bis zur Bürgerablage

Mit den Planungen für den Neubau der Niederneuendorfer Allee auf einer Länge von 2060 Metern hat das Tiefbauamt bereits begonnen. Derzeit ist die Straße in diesem Bereich an baumbestandenen Stellen nur 4,75 Meter breit. Trotz dreier Ausweichbuchten ist ein Begegnungsverkehr für Lastkraftwagen kaum möglich. Seit Januar wurde daher in Teilbereichen bereits Tempo 30 angeordnet.

Für den Straßenneubau stehen im Nordteil nur rund 14 Meter Breite zur Verfügung. Daher ist nur ein einseitiger Fuß- und ein Radweg mit Begegnungsverkehr in einer Breite von zwei Metern geplant. Die zwei Fahrstreifen werden jeweils 3,25 Meter breit sein. Im südlichen Straßenbereich stehen 20 Meter zur Verfügung. Da wird es auf beiden Seiten Rad- und Gehwege geben.

"Die Kosten schätzen wir auf 7,35 Millionen Euro", sagte Tiefbauamtsleiter Michael Spiza. Beginnen werde der Ausbau allerdings erst in "einigen Jahren". Röding wird bereits Anfang Oktober erste Informationen über die Planungen auf der Internetseite des Bezirks www.spandau.de veröffentlichen.


Michael Uhde / Ud
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