Angriffe auf das Asylbewerberheim häufen sich wieder

Hellersdorf. Die Gegner des Asylbewerberheims machen wieder mobil. Anfang des Jahres kam es zu mehreren Zwischenfällen. Nach den Anschlägen mit Böllern in der Silvesternacht gab es weitere Aktionen von Gegnern des Asylbewerberheims in der Carola-Neher-Straße.

Waren Silvester Scheiben zu Bruch gegangen, klebten zwei Männer und eine Frau in der Nacht zu Montag, 6. Januar, an den Eingang fremdenfeindliche Plakate. Anschließend urinierten die Männer vor dem Heim. Währenddessen alarmierte der Wachdienst die Polizei, die die drei Täter aufgreifen konnte. Gegen diese wurden Platzverweise erteilt und Ermittlungen wegen Belästigung aufgenommen.

Einer der Täter hatte Aufkleber mit der Parole "Nein zum Heim" bei sich. Hunderte von Handzetteln mit Parolen gegen die Flüchtlinge wurden am ersten Wochenende des Jahres und noch an den Tagen danach in der Nähe des Heims aufgefunden.

Aus Protest gegen die Anschläge in der Silvesternacht rief die Kampagne "Zusammen handeln" am Sonnabend, 4. Januar, zu einer Demonstration auf dem Alice-Salomon-Platz auf. Nach Angaben der Veranstalter nahmen daran rund 250 Menschen teil.

Die Asylbewerber gehen mit den Vorgängen bislang verhältnismäßig gelassen um. "Wir erklären ihnen, was da abläuft", sagt Heimleiterin Martina Wohlrabe von der PeWoBe, der Professionellen Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH. Die Gesellschaft betreibt das Heim im Auftrage des Landesamtes für Gesundheit und Soziales seit Sommer vergangenen Jahres. Acht Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sind in dem Heim rund um die Uhr im Einsatz. Auch die Polizei hat ihre Präsenz verstärkt.


Harald Ritter / hari
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