Der Fall des toten Babys beschäftigt den Bezirk weiter

Hellersdorf. Die Betroffenheit im Bezirk im Fall des getöteten Babys lässt nicht nach. Der Kindesmord ist auch ein Thema an den Schulen.

"Nachdem der Fund der Babyleiche bekannt geworden war, haben wir mit den Kindern darüber gesprochen", sagt Christiane Wolf, Leiterin der Pusteblume-Grundschule. "Wir verständigten uns am Morgen nach dem Fund vor Beginn des Unterrichts im Lehrerzimmer, dass jeder Lehrer entsprechend der Situation in den Klassen mit den Kinder sprechen solle", berichtet Wolf. Ein am darauf folgenden Tag geplanter Crosslauf der Kinder durch die Hönower Weiherkette fiel aus. "Das haben wir den Kindern nicht zumuten wollen", sagt die Schulleiterin.

Die Leiche des wenige Tage alten Babys war am Dienstag, 9. April, von einer Fußgängerin in der Hönower Weiherkette nahe des Beerenpfuhls gefunden worden. Das Kind war verhungert und verdurstet. Die Mutter und ihr Lebensgefährte sind inzwischen in Untersuchungshaft und haben gestanden, das Kind getötet zu haben.

Jugendstadträtin Juliane Witt (Die Linke) fordert die Menschen im Bezirk auf, bei Verdachtsmomenten nicht wegzuschauen. Wenn es Hinweise gibt, dass Eltern mit ihren Aufgaben nicht zurechtkommen und Gesundheit oder Leben eines Kindes bedroht sind, sollte das den Behörden gemeldet werden.

Der zentrale Notdienst des Jugendamtes ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 902 93 55 55 zu erreichen.

Außer diesen Zeiten und an den Wochenenden können der zentrale Kindernotdienst unter 61 00 61 und der Jugendnotdienst unter 61 00 62 angerufen werden. Bei Verdacht auf Kindesvernachlässigung, Kindesmisshandlung oder sexuellen Missbrauchs von Kindern steht die Kinderschutz-Hotline unter 61 00 66 zur Verfügung.

Harald Ritter / hari
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