Saskia Nafe ist Leichtathletin des Jahres des VfB Hermsdorf

Saskia Nafe ist die Sportlerin des Jahres in der Leichtathletik-Abteilung des VfB Hermsdorf. (Foto: Michael Nittel)

Hermsdorf. Saskia Nafe ist die Sportlerin des Jahres in der Leichtathletik-Abteilung des VfB Hermsdorf. Dabei kann die 15-jährige gebürtige Berlinerin viel mehr als nur schnell laufen.

Mit dem Kleinkinderturnen beim VfB Hermsdorf ging es los. Seit ihrem sechsten Lebensjahr hat sich Saskia Nafe dann der Leichtathletik, genauer gesagt dem Sprint verschrieben. Heute startet sie für die LG Nord, ein Zusammenschluss der Leichtathletik-Abteilungen vom BSC Rehberge, dem VfB Hermsdorf sowie dem SC Tegeler Forst.

Saskias Paradedisziplin sind die 400 Meter, obwohl diese Distanz nicht ihre Lieblingsstrecke ist. „Die 100 Meter sind wesentlich weniger anstrengend als die 400 Meter“, sagt die 15-Jährige.

Ihre Bestzeit von 1:06,76 Minuten lief sie unlängst im Februar beim Weißenseer Hallensportfest. Entsprechend liegt der Fokus zurzeit auch darauf, sich für die 4x 400 Meter Staffel zu qualifizieren, die im September bei der Deutschen Meisterschaft der U20 teilnehmen wird. „Für jemanden, der gerade erst aus der U16 heraus gewachsen ist, wäre das eine überragende Leistung“, stellt ihr Trainer Reinhard Moegelin fest. „Um über die 400 Meter schnell zu bleiben, muss sie aber auch weiterhin die kürzeren Distanzen, die 100 und die 200 Meter trainieren.“

Kurzfristiges Ziel sind zunächst die Landesmeisterschaften im Team, die in Rehberge am 30. April und 1. Mai ausgerichtet werden. „Wenn es gut läuft, sollte die Berliner Meisterschaft und im günstigsten Fall auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft gelingen“, sagt Moeglin.

Sportlerin des Jahres wurde Saskia Nafe aber nicht nur wegen ihrer sportlichen Erfolge. „Es gibt eigentlich tausend gute Gründe, Saskia auszuzeichnen: das persönliche Auftreten, ihre soziale Kompetenz, ihr Engagement und natürlich die Leistungen“, erklärt ihr Trainer. Bis zu fünf Mal in der Woche zieht sich die 15-Jährige die Laufschuhe an. Zudem trainiert sie mit viel Leidenschaft die U10-Leichtathleten des Klubs, besucht die zehnte Klasse einer Oberschule und wird in zwei Jahren ihr Abitur machen. Und als sei das alles nicht schon genug, spielt Saskia unter anderem im Schulorchester Klarinette und ist in der Kirche aktiv. „Sie ist bescheiden und sehr hilfsbereit, wirklich ein absoluter Gewinn für unseren Verein“, freut sich Reinhard Moegelin.

Auf die Frage, was sie an der Leichtathletik denn so fasziniere, findet Saskia Nafe, die nie einen Mannschaftssport betrieben hat, zunächst keine, dann aber eine sehr reife Antwort. „Wenn es mal nicht so gut läuft, gibt es nur eine Person, die daran schuld ist. Und das bin ich selbst.“ Auch über ihre Ambitionen, die mittel- bis langfristigen Ziele macht sich Saskia Nafe noch keine allzu großen Gedanken: „Natürlich wäre es cool, irgendwann einmal auch bei den Erwachsenen an richtig großen Meisterschaften teilnehmen zu können. Mal sehen, ob es klappt.“ min
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