Erste Eigenheimbesitzer planen Einzug im Frühjahr

Richtfest fürs erste Haus: Der Bau der Villenkolonie an der Zwieseler Straße hat begonnen. (Foto: Wrobel)

Karlshorst. Die Gartenstadt Karlshorst ist eines der größten Wohnbauprojekte in Berlin. Am 20. September wurde der Grundstein für den ersten Bauabschnitt gelegt.

"Es ist grün und stadtnah", sagt Konstantin Dudel. Der Projektentwickler will noch im Frühjahr zusammen mit Kirsten Wittig und den beiden gemeinsamen Kindern das kleine Haus an der Zwieseler Straße beziehen. Dann ist die Familie nicht mehr Mieter einer Altbauwohnung am Treptower Park, sondern Hausbesitzer. "Die Mieten steigen immer höher, und so haben wir uns entschieden, das Haus zu kaufen", sagt die Psychologin Kirsten Wittig. Am 20. September feierte die Familie zusammen mit den Projektverantwortlichen das Richtfest für das kleine Haus. Es war zugleich der Startschuss für den Bau der Gartenstadt Karlshorst, die zu den größten Neubauprojekten in Berlin zählt. Auf einer Fläche von etwa 40 Hektar entstehen in den nächsten 18 Jahren 1300 Wohnungen in unterschiedlichen Haustypen. Damit soll ein neues Wohnquartier entstehen. Der Architekt Klaus Theo Brenner konzipierte die neue Siedlung nach Vorbildern aus den 1920er-Jahren. Die Häuser sollen nicht eng beieinander stehen, sondern durch Vorgärten voneinander abgegrenzt sein. Eine ganze Fülle an Haustypen soll für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild der neuen Siedlung sorgen.

Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts an der Zwieseler Straße ist für 2015/2016 geplant. "Warum in Berlin-Mitte hohe Mieten zahlen, wenn man hier auch ein Haus kaufen kann", meinte Bürgermeister Andreas Geisel (SPD).

Karlshorst sei ein Vorreiter im Bezirk, was den Zuzug von Familien betreffe. "Der Bezirk hat sein altbackenes Image abgelegt." Jährlich ziehen etwa 2000 Menschen in den Bezirk, der kinder- und familienfreundlicher als andere Bezirke sein will. Dem Projektverantwortlichen von der WPK Grundstücksentwicklungsgesellschaft bescheinigte der Bürgermeister "unternehmerischen Mut". Die Kosten des Mammut-Wohnbauprojekts werden auf 400 Millionen Euro geschätzt.


Karolina Wrobel / KW
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