Ehepaar für Sanierung seines Hauses mit der Ferdinand-von Quast-Medaille geehrt

"Haus Dittmar“: eines der wenigen Denkmäler der klassischen Moderne im Bezirk. (Foto: hari)

Kaulsdorf. Ute Linz und Peter K. Bachmann erhielten den Denkmalpreis des Landes Berlin für ihre Verdienste um die Erhaltung eines Wohnhauses der klassischen Moderne in Kaulsdorf.

Das aus Aachen stammende Ehepaar kaufte das Haus Am Baltenring 25 und sanierte es von 2009 bis 2013. Es rettete das Denkmal vor dem weiteren Verfall. Unter anderem hierfür wurde es Anfang Dezember im Berliner Rathaus mit der Ferdinand-von-Quast-Medaille, dem Berliner Denkmalpreis, geehrt. Das Haus wurde 1932 vom Architekten Edmund Dittmar für seinen Onkel, den damaligen Kaulsdorfer Bäckermeister Robert Dittmar, gebaut. Es ist eines der wenigen Häuser, die im Osten Berlins in dieser Zeit im Stil der neuen Sachlichkeit entstanden. Es wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt, umgebaut, unsachgemäß saniert und stand in den 1990er-Jahren einige Zeit leer.

Peter K. Bachmann, Chemiker, und Ute Linz, Chemikerin und Ärztin, planten wenige Jahre vor ihrer Berentung einen Umzug von Aachen nach Berlin. „Unser Wunsch war, eine neues Heim nahe des Zentrums zu finden“, erzählt Ute Linz. Bei Besuchen in der Hauptstadt stießen sie aber auf das Haus in Kaulsdorf. „Wir waren sofort angetan, hatten damals aber keine Ahnung, was auf uns zukam“, sagt sie.

Der Vorbesitzer hatte mit der Sanierung begonnen und ein Gutachten versprach, es würde leicht sein, das Haus herzurichten. Doch je weiter die Arbeiten vorangingen, desto mehr Probleme traten zutage und die Kosten stiegen erheblich. „Unterstützung und guter Rat durch Landesdenkmalamt und Untere Denkmalbehörde Marzahn-Hellersdorf halfen uns über so manche Hürde“, bedankte sich das Paar anlässlich der Preisverleihung. Auch Nachbarn hätte viel geholfen, indem sie die 700 Kilometer entfernt lebenden Eigentümer über den täglichen Bauablauf auf dem Laufenden hielten.

2013 konnten Bachmann und Linz in das fast fertige Haus einziehen. Seitdem öffneten sie bei den Tagen des offenen Denkmals ihr Anwesen für Besucher. Das Paar engagiert sich mittlerweile auch ehrenamtlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Berlin. „Wir lieben die Stadt sehr“, sagen beide. Auch der Lage ganz in der Nähe der Hochhäuser von Kaulsdorf-Nord konnten sie inzwischen einen besonderen Reiz abgewinnen. „Eine ländliche Idylle mit U-Bahn-Anschluss“, erklärt Ute Linz. hari
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