Das Grundstück geht an den Bezirk zurück

Biotop am Moritzplatz: die Prinzessinnengärten. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Die Prinzessinnengärten können weiter auf ihrem Gelände am Moritzplatz bleiben. Für dieses Weihnachtsgeschenk sorgte einige Tage vor dem Fest die Entscheidung des Aufsichtsrats des Liegenschaftsfonds (Lifo).

Das Gremium beschloss, dass sowohl diese Fläche, als auch ein Areal an der Schillingbrücke in Friedrichshain an den Bezirk rückübertragen wird. Bisher waren sie in der Verantwortung des Liegenschaftsfonds, der sie eigentlich an Investoren verkaufen wollte. Das ist jetzt passé.Denn der Bezirk, namentlich Bürgermeister Dr. Franz Schulz (B 90/Grüne) hatte sich schon lange für den Erhalt der seit 2009 existierenden Prinzessinnengärten ausgesprochen. Während des Sommers kamen rund 30 000 Unterschriften von Bürgern zusammen, die gegen ein mögliches Ende des besonderen Biotops protestierten. Das alles scheint auch den Senat als letztlich Verantwortlichen nicht kalt gelassen zu haben.

Vor einigen Wochen signalisierte Finanzsenator Ulrich Nussbaum (parteilos, für SPD) seine Unterstützung. Bürgermeister Schulz freute sich deshalb über dieses "Berliner Wintermärchen". Ähnlich lyrisch klang das auch bei Marco Clausen, einem der beiden Betreiber. "Der Moritzplatz ist ein verwunschener Ort, an dem ein weiteres Märchen wahr geworden ist." Aus einer Brachfläche sei hier ein Garten entstanden und dank der Hilfe vieler Menschen bekomme der jetzt eine Zukunft.

Anbau von Obst und Gemüse, Workshops und Projekte, oder einfach eine grüne Oase inmitten der Großstadt, für all das stehen die Prinzessinnengärten. Was dort künftig noch darüber hinaus passieren könnte, soll jetzt in einem Bürgerbeteiligungsverfahren besprochen werden.

Auf das Grundstück an der Schillingbrücke soll in gut einem Jahr der Club Yaam ziehen. Er muss seinen bisherigen Standort vis-à-vis vom Ostbahnhof verlassen.


Thomas Frey / tf
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