e.-o.-plauen-Schule: Abwicklung wegen geringer Nachfrage

Die e.-o.-plauen-Grundschule. (Foto: Frey)

Kreuzberg. In die e.-o.-plauen-Grundschule in der Wrangelstraße werden im Sommer zum letzten Mal Erstklässler aufgenommen. Viele werden es auch dieses Mal nicht sein. Die geringe Nachfrage ist der Hauptgrund für das jetzt angekündigte Aus.

Die Entscheidung teilte Schulstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD) am 5. März bei der Sitzung des Schulausschusses mit. Damit verabschiedet sich der Bezirk auch von seiner ursprünglichen Idee, die e.-o.-plauen mit der benachbarten Nürtingen-Grundschule zusammen zu legen. Die Nürtingen-Schule ist stark nachgefragt. Zum neuen Schuljahr wird es dort vier erste Klassen geben. Gegen eine Fusion hatten aber vor allem die Nürtingen-Eltern mobil gemacht. Sie befürchteten, dass dadurch das Montessori-Konzept der Schule verwässert wird.Dass es statt zum Zusammenschluss zur Abwicklung der e.-o.-plauen-Schule kommt, habe aber letztlich an der "Abstimmung mit den Füßen" gelegen, sagt Stadtrat Beckers. Nur 25 Kinder seien dort für das neue Schuljahr angemeldet worden. 70 hätten aufgenommen werden können. "Schon wegen der ungleich höheren Zahl in der Nürtingen-Schule war eine Fusion auf Augenhöhe kaum möglich." Die e.-o.-plauen-Schule bleibt allerdings noch so lange bestehen, bis auch die künftig letzten Erstklässler ihre Grundschulzeit beendet haben. Also bis 2019.

Vorgesehen ist, dass die Nürtingen-Schule künftig auch Räume im bisherigen Gebäude der plauen-Schule nutzen soll. Möglicherweise freigeräumt werden dafür die weiteren Gebäude Haus 1 und 2 auf dem Gelände, die beide Schulen bisher als Hortbereich sowie als Mensa nutzen.

Das Haus 1 will Beckers möglicherweise der Freien Schule Kreuzberg zur Verfügung stellen. Die Freie Schule muss spätestens im August ihre bisherigen Räume in der Zeughofstraße verlassen. Sie hat sich auch für das Interessenbekundungsverfahren beworben, dass derzeit für die ehemalige und seit Dezember 2012 besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in der Reichenberger Straße läuft. Wann aber dort mit Ergebnissen zu rechnen ist, ist derzeit noch ziemlich unklar.


Thomas Frey / tf
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