Entscheidung fällt zwischen zwei Immobilien

Seit inzwischen einem Jahr gibt es das Flüchtlingscamp am Oranienplatz. (Foto: Frey)

Kreuzberg. Die Flüchtlinge vom Oranienplatz sollen in Kürze eine feste Unterkunft bekommen. Bis es so weit ist, sind allerdings noch einige Fragen zu klären.

Konkret geht es um zwei Häuser, in die die mehr als 60 Betroffenen einziehen könnten. Zum einen handelt es sich um ein Objekt in Friedrichshain, das Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ins Spiel gebracht hat. Es war dem Senat zunächst als Quartier für Obachlose angeboten worden. Der Träger sei aber auch bereit, für ein halbes Jahr dort Flüchtlinge aufzunehmen.Vor allem die relativ kurze Frist sieht Bürgermeisterin Monika Herrmann (B 90/Grüne) kritisch. Sie favorisiert eine derzeit ungenutzte Immobilie in Kreuzberg. Das Problem dort ist aber, dass zunächst ein neuer Heizkessel eingebaut werden muss. Die Kosten dafür, so meint die Bürgermeisterin, sollten vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) übernommen werden. Ob das passiert, muss aber noch geklärt werden. Nach Angaben von Herrmann zeige das Amt aber grundsätzliches Interesse an dieser Unterkunft. Weitere Gespräche soll es bis Anfang November geben.

Ein Ergebnis vorausgesetzt könnten die Flüchtlinge dort Mitte November einziehen. "Das ist zumindest mein Wunsch", sagt die Bürgermeisterin. Betrieben werden soll die Einrichtung vom Diakonischen Werk.


Thomas Frey / tf
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