Fotos von 1968 bis 2013 porträtieren Kreuzberg

Die Naunynstraße in einer Aufnahme um das Jahr 1970. (Foto: Copyright: Dieter Kramer)

Kreuzberg. Vom West-Berliner Hinterhof und Experimentierfeld unterschiedlichster Lebensformen zum angesagten Innenstadtbezirk. Kreuzberg hat in den vergangenen mehr als vier Jahrzehnten viele Veränderungen erfahren.

Noch einmal sichtbar werden sie jetzt in einem Buch des Autoren und Fotografen Dieter Kramer. Kramer, Jahrgang 1943, hat seit 1968 tausende Bilder seines Stadtteils gemacht sowie weitere gesammelt. 550 davon zeigt er in dem Band, der nicht zuletzt von der Gegenüberstellung alter und aktueller Fotos lebt.Zu sehen sind Straßenszenen und längst verschwundene Geschäfte. Der Abriss ganzer Quartiere und der Protest dagegen. Die Mauer, die bis 1989 weite Teile des Bezirks begrenzte und deren Verlauf heute kaum noch nachzuvollziehen ist. Menschen in Ruinen und Hinterhöfen und heute als Feierpublikum, etwa an der Admiralbrücke.

Kramers Fotoband will aber nicht nur einen Blick auf die Vergangenheit werfen. Sein Buch sieht er auch als Diskussionsgrundlage zu den aktuellen Debatten über Neubauten, Mieten und Verdrängung.

Vorgestellt wird "Kreuzberg 1968 -2013" am 23. Oktober um 19.30 Uhr im Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95A, unter anderem mit einer Gesprächsrunde. Das Werk erscheint im Nicolai Verlag und kostet 29,95 Euro.

Thomas Frey / tf
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