Geld für "Kinder von Tschernobyl"

Lichtenberg. Rekorderlös bei der 21. Kunstversteigerung zugunsten der Aktion "Kinder von Tschernobyl" im Rathaus Lichtenberg: Die versteigerten Kunstwerke erbrachten insgesamt 6800 Euro.

95 Künstler, Kunstfreunde und Sammler hatten über 220 Arbeiten zur Auktion eingereicht. Das höchste Gebot erzielte ein Werk von Jürgen Böttcher, der seine Arbeiten mit dem Pseudonym "Strawalde" signiert. Der international renommierte Maler und Filmregisseur lebt seit einigen Jahren in Lichtenberg.

Der gesamte Erlös kommt seit 1992 alljährlich dem Aktionskreis "Kinder von Tschernobyl" zugute. Den Kindern, die auch 27 Jahre nach der Reaktorkatastrophe noch besonders gefährdet sind, hilft der Aktionskreis Evangelischer Kirchengemeinden mit seiner jährlichen Sommeraktion. Kinder aus der weißrussischen Stadt Gomel dürfen drei bis vier Wochen in Deutschland verleben. Diese Aufenthalte tragen zur Stärkung des Immunsystems bei, das bei den Betroffenen durch die verstrahlte Nahrung und Umgebung in Mitleidenschaft geraten ist.

Zur Versteigerung eingeladen hatten der Aktionskreis und die Galerie rk - Galerie für zeitgenössische Kunst im Rathaus Lichtenberg - sowie das Graphik-Collegium Lichtenberg im Studio Bildende Kunst/Kulturring in Berlin und das Druckgraphik-Atelier Hartwig.

Die Benefizveranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) und dem Superintendenten des Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte, Bertold Höcker. Wegen des sensationellen Versteigerungsergebnisses werden die Veranstalter auch im nächsten Jahr wieder eine Kunstauktion organisieren.


Karen Noetzel / KEN
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