Neue Stadträtin setzt auf Integration und Gleichberechtigung

Dr. Sandra Obermeyer will sich besonders für Gleichstellung und Integration einsetzen. (Foto: KT)

Lichtenberg. Vor einem Monat wurde Dr. Sandra Obermeyer zur Stadträtin für Jugend und Gesundheit gewählt. Sie trat die Nachfolge von Christina Emmrich an, die viele Jahre lang Bürgermeisterin und Stadträtin in Lichtenberg gewesen ist.

Sie möchte sich die Anerkennung erarbeiten und nicht so sehr mit ihrer Vorgängerin im Amt verglichen werden. "Ich möchte Impulse setzen und mich an eigenen Leistungen messen lassen." Jedenfalls wertet Sandra Obermeyer das Wahlergebnis aus der Juni-BVV als "Vertrauen in meine Person; und dem möchte ich auch gerecht werden".Zu ihren Aufgabengebieten gehören die Jugendeinrichtungen und die Kindergärten im Bezirk. "Es gibt jetzt 36 Jugendeinrichtungen in freier Trägerschaft und vier kommunale Einrichtungen", zieht sie Bilanz. Diesen Stand möchte die Stadträtin auch erhalten und mit Leben erfüllen. Für sie es nicht nur eine Entscheidung eines Bezirkes, wie die Jugendarbeit gestaltet wird, sondern "es ist eine berlinweite Diskussion." Hier müssen Entscheidungen fallen, was bezahlt werden kann. "Wir müssen auch darüber diskutieren, welche Arbeit durch ehrenamtliches Engagement übernommen werden kann."

Für die Versorgung mit Kitaplätzen sieht die Stadträtin keine großen Probleme ab August, wenn der Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz besteht. Im Gegensatz zu anderen Bezirken wird es in Lichtenberg keine Schließzeiten in der Kitastelle im Bezirksamt geben. "Lichtenberg hat sich sehr frühzeitig auf die Situation eingestellt", betont Sandra Obermeyer. "Im vergangenen Jahr wurden 893 neue Kitaplätze geschaffen, bis zum Jahresende kommen noch einmal 260 dazu." Damit kann der Bezirk 72 Prozent der Kinder im Alter bis 3 Jahre in einem Kindergarten unterbringen. In Lichtenberg leben 15 324 im Alter bis zu 6 Jahren davon werden 11 088 in einem Kindergarten und 218 Kinder in der Tagespflege betreut. "Damit zeichnen sich keine Engpässe im Bezirk ab." Aber die Statistik ist für die Stadträtin nur die eine Seite der Medaille. "Es kommt darauf an, die Einrichtungen auch mit Leben zu füllen." Dabei setzt Sandra Obermeyer auf motivierte Mitarbeiter. Vor allem will sie allen Jugendlichen gleiche Chancen einräumen und Projekte gegen Diskriminierung auf den Weg bringen. Dabei geht es ihr um Integration, Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen sowie um schwule und lesbische Jugendliche, die in den Einrichtungen ihre Freizeit verbringen wollen.


Klaus Tessmann / KT
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