Neun Lichtenberger mit der Bürgermedaille ausgezeichnet

Bürgermeister Andreas Geisel (4.v.l.) überreichte die Bürgermedaille des Bezirk für ehrenamtliches Engagement. (Foto: BA Lichtenberg)

Karlshorst. Bezirksbürgermeister Andreas Geisel (SPD) hat acht Männern und einer Frau die Lichtenberger Bürgermedaille 2013 verliehen. Seit fast einer Dekade ehrt der Bezirk auf diese Weise alljährlich Menschen, die sich im besonderen Maße ehrenamtlich engagieren.

Bei einem Festakt im Kulturhaus Karlshorst überreichte Andreas Geisel die Auszeichnung an Matthias Stawinoga, Dieter Zeh, Waltraut Ziolko, Manfred Becker, Erwin Kunzelmann, Ingolf Hähnel, Mathias Peuthert, Maik Liedtke und Kay Braune. "Ohne die unermüdliche Arbeit der Ehrenamtlichen wären viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens nicht vorstellbar", so der Rathauschef. In Sport- und Kulturvereinen, im Naturschutz, in der sozialen Beratung und Altenpflege oder bei der Freiwilligen Feuerwehr seien sie mit vollem Engagement dabei. "Dafür kann man nicht genug Danke sagen", betonte Geisel.

Matthias Stawinoga ist seit zehn Jahren Präsident des Sportclub Berlin. In dieser Zeit hat er den Verein, der vor der Auflösung stand, zu einem der größten und erfolgreichsten im Bezirk gemacht. Dieter Zeh vermittelt seit mehr als 40 Jahren Heimatgeschichte. Seit 1967 hat er sie vor allem fotografisch dokumentiert. In den Jahren 1969 bis 1991 leitete er den Jugendfotoclub Lichtenberg, nach 1990 betreute er Fotografieinteressierte in der Kids-Oase Fanningerstraße. Er war Gründungsmitglied des Fördervereins des Museums Lichtenberg, von 1998 bis 2008 dessen Vorsitzender und bis 2012 im Vorstand.

Manfred Becker, früherer Präses der Synode der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, leistet seit Jahrzehnten ehrenamtliche Arbeit in vielen Bereichen, in der Bezirksverordnetenversammlung, im Beirat des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin und als Vorstandsvorsitzender des Vereins "Kiezspinne".

Erwin Kunzelmann leitet seit 44 Jahren die Abteilung Boxen des Sportvereins Lichtenberg 47. Außerdem organisiert er Ereignisse wie die Lichtenberger Box-Nacht und das Lichtenberger Box-Pokal-Turnier, das in diesem Jahr zum siebten Mal ausgerichtet wurde. Ingolf Hähnel engagiert sich seit 14 Jahren in der Volkssolidarität. Er ist außerdem im Kiezbeirat Lebensnetz aktiv. Hier organisiert und leitet er Veranstaltungen zur Kommunal- und Sozialpolitik, für die er Politiker, Verwaltung und Bürger an einen Tisch bringt. Der Musiklehrer am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium Mathias Peuthert organisiert seit mehr als zwei Jahrzehnten die "Musikalischen Werkstätten". Jedes Jahr nehmen daran über 500 Kinder und Jugendliche aus Lichtenberger Schulen teil. Dem Einsatz von Maik Liedtke ist es zu verdanken, dass vor zehn Jahren in Neu-Hohenschönhausen der Judo Club ’03 Berlin gegründet wurde. Neben sportlichen Erfolgen zeichnen sich die heute mehr als 120 Mitglieder durch ihre ehrenamtliche Arbeit im Verein und im Bezirk aus.

Kay Braune brachte über seine Facebook-Gruppe Hilfe für die Opfer des Hochwassers im Sommer. Innerhalb weniger Tage schlossen sich Hunderte der Aktion an und trugen über 60 Tonnen Sachspenden zusammen. Gemeinsam mit Freunden organisierte der Musiker und DJ einen Lkw-Konvoi, der die Hilfsgüter nach Havelberg und Sandau in Sachsen-Anhalt brachte. Über die Homepage "undifferent.de" gelangen weitere Aktionen, zum Beispiel konnten Kinder aus dem Hochwassergebiet in ein Ferienlager fahren.

Einzige Frau unter den Geehrten in diesem Jahr ist Waltraut Ziolko. Seit vielen Jahren setzt sie sich als Mitglied des Union-Hilfswerkes und seit 1998 als Vorsitzende des Bezirksverbandes Lichtenberg-Hohenschönhausen für die Belange der Senioren im Bezirk ein.


Karen Noetzel / KEN
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