Zensus 2011 contra Personalabbau

Lichtenberg. Die kürzlich vorgelegten Ergebnisse des Zensus 2011 bringen jetzt auch die SPD in Lichtenberg zum Nachzählen. Die Fraktion setzt sich in einem Antrag in der kommenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 27. Juni dafür ein, weniger Beschäftigte in der bezirklichen Verwaltung abzubauen, als vormals von der BVV und dem Abgeordnetenhaus beschlossen.

Das Abgeordnetenhaus hatte vergangenes Jahr festgestellt: Die Verwaltung in Lichtenberg ist im Vergleich zu den Einwohnerzahlen im Bezirk zu groß. Jetzt schrumpft die Verwaltung um bis zu 17 Prozent bis zum Jahr 2020.Diesem Beschluss wurden allerdings falsche Zahlen aus der Bevölkerungsfortschreibung zugrunde gelegt. Der Zensus 2011 offenbarte nun vor wenigen Wochen: Diese Zahlen waren falsch. "Wenn die korrekten Einwohnerzahlen Berlins und seiner Bezirke zugrunde gelegt werden, eröffnen sich hierdurch Spielräume", heißt es in dem Antrag der SPD. Die Sozialdemokraten sehen die Möglichkeit, den zuvor beschlossenen Personalabbau um mindestens 49 Vollzeitstellen zu verringern. "Gerade im Bezirksamt Lichtenberg wird es zukünftig Bereiche geben, in denen Personalmehrbedarfe entstehen. So hat das Amt für Soziales einen Mehrbedarf durch steigenden Fallzahlen, vor allem in den Bereichen Hilfe zur Pflege und Eingliederungshilfe", heißt es in dem Antrag. In diesem ersucht die SPD das Bezirksamt, sich um erneute Verhandlungen mit der Senatsverwaltung für Finanzen, dem Rat der Bürgermeister und dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses zu bemühen, um den Personalabbau des Bezirksamtes bis 2020 zu verringern.


Karolina Wrobel / KW
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