Seniorengruppe spielt Pétanque zu Füßen des Denkmals

Regelmäßig spielen bis zu acht Senioren den französischen Nationalsport Boule im Lilienthalpark. (Foto: K. Menge)

Lichterfelde. Auf dem Platz vor dem Lilienthal-Denkmal treffen sich regelmäßig acht Senioren zum Boule-Spielen. Den Spaß an diesem Kugelspiel wollen die Herren gern weitergeben und wünschen sich einen richtigen Bouleplatz.

Mit gekonntem Schwung platziert Volker Gydat die metallene Kugel unmittelbar neben der kleinen roten Kugel. Der Wurf ist geglückt und bringt seinem Team wertvolle Punkte ein.

Seit dem Frühjahr dieses Jahres praktizieren die Herren im Alter von Anfang 60 bis Mitte 70 dieses aus Frankreich stammende Spiel, dort auch als Pétanque bekannt. "Boule ist für uns eine schöne Alternative zu den Sportarten geworden, die wir früher betrieben haben", erklärt Gydat.

Für jedes Alter

Wie seine Mitstreiter ist der 71-Jährige immer sportlich aktiv gewesen. Fußball, Tennis, Golf standen auf dem Programm. Doch mit dem Auftreten der "ersten kleinen Zipperlein" habe man besser auf diese bewegungsintensiven Sportarten verzichtet. Zweimal in der Woche treffen sich die Boule-Spieler, um ihrer neuen Leidenschaft nachzugehen. "Wir sind an der frischen Luft, bewegen uns und haben gemeinsam Spaß", erklären die Männer die Vorzüge des Spiels, bei dem es darauf ankommt, seine Metallkugel möglichst nahe an die Zielkugel aus Holz - auch Schweinchen genannt - zu werfen. "Wir kennen das Spiel aus dem Frankreich-Urlaub. Es macht Spaß und wenn wir es hier im Lilienthalpark auf dem Gehweg zu Füßen des Denkmals spielen, haben wir oft Zuschauer. Manche entscheiden sich dann ganz spontan zum Mitspielen."

Neuer Freizeitspaß

Das allgemeine Interesse an diesem Sport brachte die Boule-Spieler auf die Idee, einen Bouleplatz anzulegen. Damit könne der Freizeitwert des Parks für die Allgemeinheit erhöht werden, sagen die Männer.

Voraussetzung wäre, dass das Bezirksamt eine Fläche zur Verfügung stellt. Einen Teil der anfallenden Kosten wollen die Senioren durch Eigenleistung abdecken. Einen geeigneten Platz im Park an der Scheele- und Schütte-Lanz-Straße haben die Männer schon im Auge. "Aus unserer Sicht wäre die Fläche neben dem Trafohaus durchaus passend, um eine Anlage nach internationalen Maßen anzulegen", sagt Gydat.


Karla Menge / KM
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