Gespräche gescheitert: Keine Kooperation zwischen dem BAK und Lübars

Lübars. Nun wird es doch keine Kooperation zwischen dem Berliner AK (BAK) und der Frauenfußball-Abteilung vom 1. FC Lübars geben. Die beiden Klubs konnten sich nicht auf die Höhe der finanziellen Unterstützung einigen, mit der der BAK den finanziell angeschlagenen Lübarsern unter die Arme greifen sollte.

Auf einer Pressekonferenz im Juni hatten beide Klubs noch die Rettung des Frauenfußballs in Lübars und den Verbleib des Frauenteams in der 2. Bundesliga verkündet. Damals hatten sich die Vertreter beider Vereine auf eine finanzielle Zuwendung in Höhe von zunächst 20.000 Euro verständigt. Doch Michael Reinke, Vorsitzender beim 1. FC, hatte in einem Interview mit der Berliner Woche unlängst verkündet, dass diese Zahlung nicht ausreichen würde, um den Spielbetrieb der Frauen aufrecht erhalten zu können.

„Mir ist wichtig zu sagen, dass es uns nie darum ging, mit diesem Geld Altlasten zu tilgen. Aber um die Gehälter der Spielerinnen weiter bezahlen zu können, wären monatlich noch einmal 5000 Euro notwendig gewesen“, erklärte Reinke. Aus diesem Grund waren weitere Verhandlungen angekündigt worden.

Lizenz zurückgegeben - Hohen Neuendorf übernimmt

Diese sind nun gescheitert, so dass der 1. FC die Lizenz an den Deutschen Fußballbund zurückgeben musste und nun schon ab der Saison 2016/17 weder in der Bundesliga noch in der Regionalliga antreten wird. Den Startplatz in der 2. Bundesliga hat übrigens der SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf von den Berlinern übernommen. Ob der 1. FC Lübars überhaupt noch in der Lage sein wird, zumindest in der Berlin-Liga zu spielen, werden auch erst die nächsten Wochen zeigen. „Dazu kann ich noch nichts sagen, da nahezu alle Spielerinnen aus dem 1. FC Lübars ausgetreten, aber noch nicht einem anderen Verein beigetreten sind“, erklärte Reinke. Auch der Trainer ist weg: Jürgen Franz, der seit 2011 für die Lübarser tätig war, wird ab der kommenden Saison die A-Junioren der VSG Altglienicke trainieren. Als Co-Trainer wird ihm Ex-Profi Torsten Mattuschka zur Seite stehen.

Kurioserweise haben sich die Lübarser, unabhängig davon, in welcher Liga sie künftig spielen werden (wenn überhaupt), für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert und würden dort auf Hohen Neuendorf treffen. Reinke abschließend: „Allein für den Antritt gibt es 2500 Euro. Und da wir durch die Frauenfußballabteilung noch jede Menge finanzielle Altlasten stemmen müssen, sage ich ganz klar: Die will ich haben!“ min
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