Kunstwerk ziert Hochhaus an der Allee der Kosmonauten

Der Flower Tower an der Allee der Kosmonauten. (Foto: hari)

Marzahn. Mit dem Flower Tower hat Marzahn ein weiteres Wahrzeichen. Die Wohnungsgenossenschaft Friedenshort gestaltete ein Hochhaus zum derzeit höchsten Fassadenkunstwerk in Europa um.

Die Übergabe des Flower Tower am Mittwoch, 14. November, wurde zu einem kleinen Volksfest. Die Wohnungsgenossenschaft hatte zur Feier des Tages nicht nur Prominenz eingeladen, sondern alle Bewohner des Hauses in der Allee der Kosmonauten. Auch aus der Nachbarschaft kamen zahlreiche Gäste, um das Kunstwerk auf der ehemals drögen Plattenbaufassade zu bestaunen. Die von der Friedenshort beauftragten Künstler haben auf die neue, gedämmte Fassade ein Feuerwerk von Grün und andere Farben aus Bäumen, Büschen und anderem gemalt. Im Erdgeschoss finden sich unterschiedliche Naturlandschaften wieder und einiges aus den Gärten der Welt. Die Naturbilder sind im Erdgeschoss mit sogenannten QR-Codes verbunden, über die man weitere Informationen zu den gemalten Landschaftsformen und Pflanzenarten über ein Handy-App abrufen kann.

Die künstlerischen Arbeiten wurden von der französischen Künstlergruppe CitéCréation durchgeführt. Diese hat sich besonders von den Gärten der Welt inspirieren lassen. "Vielleicht kommen von den vielen Besuchern der Gärten auch einige zu diesem Haus", sagt Halim Bensaid, der zu der Künstlergruppe gehört.

"Der Flower Tower verbindet Wohnqualität, Klimaschutz und moderne Kunst miteinander", sagt Rainer Lindholz, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft. Die Mieter wurden von Anfang an in die Projektierung und Gestaltung einbezogen. In die Fassadengestaltung hat die Genossenschaft 2,4 Millionen Euro investiert. Sieben Monate haben die Arbeiten gedauert. Derzeit leben 140 Menschen in dem Haus.

Durch die Maßnahmen zur Wärmedämmung sinken die Heizkosten für die Mieter um die Hälfte.

Auch Hausbewohner äußern sich anerkennend. "Das ist ein besonderes Ereignis", sagt Ursula Lorenz, die seit 33 Jahren in dem Haus wohnt. Das Ehepaar Beate und Dieter Hoffmann wohnen seit sieben Jahren hier. "Das Haus gefällt uns und wir scheinen tatsächlich weniger heizen zu müssen", sagen beide.


Harald Ritter / hari
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