Kegler wollen Anlage im Freizeitforum Marzahn kostenfrei nutzen

Leon Ballenthin (links) und Pascal Munzert vom Nachwuchs der Abteilung Kegeln des SC Eintracht Berlin trainieren auf der Anlage im Freizeitforum. (Foto: Malgut)
Berlin: Freizeitforum Marzahn |

Marzahn. Der SC Eintracht Berlin kann sich die Kegelanlage im Freizeitforum Marzahn nicht länger leisten. Er fordert eine Lösung nach dem Vorbild der Frauensporthalle im FFM.

2011 schloss der SC Eintracht mit dem Bezirksamt einen Mietvertrag über die Benutzung der Kegelanlage im Freizeitforum. Danach hat der Verein pro Jahr 24 000 Euro zu zahlen.

Bei Vertragsabschluss habe die Abteilung Sportkegeln damit gerechnet, durch Veranstaltungen, Weitervermietung und Mitgliedsbeiträge die Miete aufbringen zu können. "Die Einnahmen reichen jedoch nicht", sagt Gunter Eckert, Leiter der Abteilung Sportkegeln. Sie machen gerade einmal rund 9000 Euro aus. Den Rest in Höhe von rund 15 000 Euro schießt der SC Eintracht jedes Jahr dazu. „Das können wir nicht so weitermachen. Das geht an die finanzielle Substanz des gesamten Vereins“, sagt Gerd Stein, Vizepräsident des SC Eintracht.

Deshalb wünscht sich der Sportclub für seine Kegler eine ähnliche Lösung wie für den Verein Fit und Fun Marzahn. Er betreibt seit Januar 2015 die Frauensporthalle in der ehemaligen Mehrzweckhalle des FFM und zahlt keine Miete. Viele Sportvereine im Bezirk werfen dem Bezirksamt daher vor, Fit und Fun Marzahn zu bevorzugen.

Eintracht-Vize Stein schlägt nun vor, die Nutzung der Kegelanlage so zu handhaben wie die der Frauensporthalle. Im Falle der Frauensporthalle rechnet der Bezirk die Kosten über die Zahl der Nutzer mit dem Senat ab.

Bislang ging das Sportamt des Bezirks davon aus, dass eine solche Verfahrensweise mit der Kegelanlage nicht möglich sei und begründete dies mit dem Mietvertrag. Das Bezirksamt als Eigentümer des Freizeitforums würde steuerrechtliche Probleme bekommen.

Auf Nachfrage erklärte sich Sportstadtrat und Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) allerdings bereit, die Rechtslage prüfen zu lassen. „Ich denke, wir werden eine Lösung finden“, sagt er. hari
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