Pläne für Einkaufszentrum an der Turmstraße wurden geändert

Moabit. Eigentlich sollte das Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Schultheiss-Brauereigelände an der Ecke Strom- und Turmstraße schon seit vergangenem Frühjahr gebaut werden. Bisher tut sich vor Ort aber nichts.

Nun hat der zuständige Stadtrat erklärt, dass es Änderungen bei den Investoren und den Planungen gegeben habe. Erst im Januar sei das Bezirksamt laut Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) darüber informiert worden, dass sich die Beteiligungsstruktur des Projektträgers geändert habe. Die Finanzierung sieht nun offenbar anders aus. Welche Änderungen geplant sind und welche Gründe dafür vorliegen, wurde nicht ausgeführt. Auch der bisherige Hauptinvestor Christian Diesen von der Münsteraner HLG Projektmanagement GmbH hat sich trotz mehrfacher Anfragen nicht zu dem Thema geäußert. Auch die Planung selbst, so Stadtrat Spallek, sei verändert worden und wurde in der aktuellen Fassung im Januar dem Bezirksamt vorgestellt. Das Einkaufszentrum mit den beiden Ankermietern Kaufland und C&A sollte ursprünglich erst einmal nur ein Parkdeck im südlichen Bereich des Geländes an der Turmstraße bekommen. Ein Parkhaus im nördlichen Bereich sollte das Einkaufszentrum von der Perleberger Straße aus erschließen. Nun verzichte der Investor auf den Bau des Parkhauses und wolle im Süden ein zweites Parkdeck einrichten. So werde die Hauptzufahrt auf die Turmstraße konzentriert, erklärt Spallek. Eine Prüfung der neuen Planungen sei "bisher nicht erfolgt". Denn zunächst müsse geprüft werden, ob der Durchführungsvertrag zwischen Investor und Bezirk durch die veränderte Beteiligungsstruktur neu aufgesetzt werden müsse. Weitere Gespräche, auch über ein noch zu prüfendes Verkehrsgutachten, seien avisiert. Ob es für die neuen Planungen auch ein neues Beteiligungsverfahren geben wird, ist bisher noch unklar. Es müsse erst geprüft werden, ob die neuen Pläne gemäß den Bestimmungen im Baugesetzbuch genehmigungsfähig sind. Sollten sie das nicht sein, müssen sie entweder nochmals geändert oder ein Änderungsverfahren für einen neuen Bebauungsplan durchgeführt werden. Dabei, so betonte Spallek, würden auch "die dafür erforderlichen Beteiligungsschritte wiederholt".


Ralf Liptau / flip
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