Wasserspiele auf Spielplätzen bleiben abgebaut

Hier wird auch im Sommer kein Wasser mehr plätschern: Die Pumpe auf dem Spielplatz an der Turmstraße wurde schon mehrfach kaputt gemacht. (Foto: Liptau)

Moabit. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatte das Bezirksamt im Januar damit beauftragt zu prüfen, ob die abgebauten Wasserspiele auf den Spielplätzen in der Turmstraße 87 und der Zwinglistraße 18 in diesem Sommer wieder sprudeln könnten. Die Antwort liegt jetzt vor: Nein.

Der Vorschlag der SPD-Fraktion war, die Wiederherstellung und den Unterhalt der beiden Wasserspiele entweder über das Bund-Länder-Förderprogramm Aktive Stadtzentren oder aus Mitteln der Quartiersmanagements (QM) Moabit Ost und West zu finanzieren. Auf dem Spielplatz an der Ecke Turm-/Wilsnacker Straße sowie in der Zwinglistraße mussten die Wasserpumpen abgebaut werden, weil sie in der Vergangenheit mehrfach mutwillig zerstört worden sind. Wie Stadtrat Carsten Spallek (CDU) der BVV nun mitteilt, werden die Spielplätze auch in diesem Sommer trocken bleiben. Eine Finanzierung über das Programm Aktive Zentren sei zwar "grundsätzlich möglich, aber in keinem Fall kurzfristig", so der Stadtrat. Entsprechende Maßnahmen seien in die aktuellen Programmplanung nicht aufgenommen worden, eine Umsetzung noch vor diesem Sommer also nicht drin. Zudem sei die Zusage von Finanzmitteln aus Fördertöpfen daran geknüpft, dass der Bezirk als Fördergeldnehmer den Betrieb der Anlage für einen bestimmten Zeitraum garantieren kann. Wegen der mehr als angespannten Haushaltslage in Mitte sei das nicht zu leisten.

Der SPD-Antrag hatte zudem vorgeschlagen, dass Projekte zur Aktivierung der Bürger für eine höhere Identifikation mit dem Kiez unternommen werden sollen, um Vandalismus an diesen Stellen künftig zu bekämpfen. Solchen Ideen stehe das Bezirksamt, so Spallek, zwar "grundsätzlich positiv" gegenüber. "Das kann an dieser Stelle aber auch keine Lösungen bieten." Denn auch mit mehr Aufmerksamkeit für die eigene Umgebung blieben die Spielplätze am Abend unbewacht. Und irgendwer findet sich schließlich immer, der solche Investitionen fürs Gemeinwohl am Ende wieder kaputthaut.


Ralf Liptau / flip
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