Am Mühlengrund sollen noch mehr Wohnungen entstehen

Der Nahversorgungsstandort soll bald einem Wohnquartier weichen. Discounter und Ärzte sollen bleiben. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Mit drei neuen Gebäuden soll an der Straße Rotkamp 2 und Rüdickenstraße 33 das "Quartier Mühlengrund" entstehen. 372 Wohnungen sind inzwischen geplant.

Rund um den Mühlenradbrunnen sieht es eher trist aus. Kaufhalle und ehemaliges Einkaufszentrum stehen seit Jahren leer. Immerhin gibt es noch einen Discounter, eine Apotheke und Arztpraxen. Der Stadtplatz mit dem schmucken, allerdings trockenen Brunnen ist an den meisten Tagen verwaist. Hoffnung macht das Projekt "Quartier am Mühlengrund". "Wir wollen das Quartier beleben", sagt Planer Daniel Bormann, der im Auftrag eines israelischen Investors am Projekt arbeitet. Es sieht vor, dass drei Neubauten das alte Ensemble ersetzen. Entstehen sollen zwei Sechsgeschosser und ein achtstöckiges Punkthochhaus. Dieses Vorhaben stellte der Planer bereits im April 2013 den Anwohnern vor. Jetzt hat er die Pläne modifiziert. "Der Investor will noch mehr Wohnungen bauen", sagt der Stadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU). Statt der bisher geplanten 288 sollen es jetzt 372 Wohneinheiten sein. Die Gebäudehöhe bliebe aber wie geplant, so Nünthel. "Es sollen kleinere Wohnungen werden, daher die höhere Anzahl."

Laut Nünthel ist der Bauantrag bereits eingereicht. "Wir rechnen noch im März diesen Jahres mit der Baugenehmigung und wollen das Projekt im Spätsommer umsetzen", sagt Bormann. Er kündigt an, das Vorhaben im April den Anwohnern vorzustellen. "Wir wollen erfahren, was sie sich für den Standort wünschen." Bisher sei geplant, die Wohnungen barrierearm und gerade für ältere Menschen attraktiv zu machen. Der Termin für den geplanten Bürgerdialog wird noch bekannt gegeben. In der Vergangenheit hatten Anwohner das Projekt kritisiert. Sie fürchten, das Punkthochhaus könne den Stadtplatz verschatten.

Der Investor will auf jeden Fall die Ärzte am Standort halten. "Wir stehen mit ihnen in Kontakt und wollen ihnen auch künftig Flächen für ihre Praxen anbieten", sagt Bormann. Geplant sei, die neuen Gebäude zeitlich versetzt zu bauen.


Karolina Wrobel / KW
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