Jugendkunstschule Lichtenberg feiert 20-jähriges Bestehen

Die Künstlerin Saskia Wenzel gibt Unterricht an der Jugendkunstschule. (Foto: Wrobel)
 
Der sechsjährige Florian (links) und der achtjährige Hien malen an der Staffelei. (Foto: Wrobel)

Neu-Hohenschönhausen. Ob an der Staffelei oder in der Keramikwerkstatt - in der Jugendkunstschule Lichtenberg können Kinder und Jugendliche ihre Kreativität ausleben.

Vor 20 Jahren entstand in Lichtenberg nach dem Vorbild der Musikschulen ein Ort der kreativen Entfaltung: die Jugendkunstschule Lichtenberg in der Demminer Straße 4. "Unsere Schule ist eine Einrichtung, in der die unterschiedlichsten Künste Platz finden", erzählt Leiterin Christina Schulz.

Schon Kinder im Alter ab drei Jahren können in der Jugendkunstschule an der Staffelei ihrer Fantasie freien Lauf lassen und lernen gleichzeitig das künstlerische Handwerk: mit großen und kleinen Pinseln, Leinwandformaten und mit Farben umzugehen. Neben den verschiedenen Arten der Malerei gibt es hier Kurse in textilem Gestalten, Fotografie, Filzen, Bildhauerei, Tanz und sogar in Graffiti und im Comiczeichnen. Professionelle Künstler, Grafiker und Designer geben ihr Können an die junge Generation weiter. Die Malerin und Grafikerin Saskia Wenzel ist eine von ihnen. "Ich hatte das Glück, selbst das Kind eines Künstlers zu sein und in einer kreativen Atmosphäre aufzuwachsen", sagt sie. In der Kunstschule bringt Saskia Wenzel Kindern im Vorschulalter nicht nur bei, wie sie mit Farbe und Pinsel umgehen, sondern vor allem auch, wie sie ihre Fantasie zum Ausdruck bringen können. "Das ist auch wichtig, um Selbstbewusstsein bei den Kindern zu wecken. Sie merken, hier können sie selbst etwas gestalten."

In der Demminer Straße werden zudem Fertigkeiten vermittelt, die im gewöhnlichen schulischen Kunstunterricht manchmal viel zu kurz kommen. "Oft fehlt es auch an den richtigen Materialien in den Schulen", sagt die Christina Schulz.

In den Malkursen der Jugendkunstschule lernen schon die Kleinen, mit Ölfarben, Tusche oder Aquarellen umzugehen. Aber auch Bildkomposition, Porträt- und Aktzeichnen sind im Angebot. Besonders begabte Jugendliche können sich dort auch ganz gezielt auf ihre Bewerbung an einer Kunsthochschule vorbereiten.

Schon als Zwölfjähriger besuchte Mathias Roloff einen solchen "Mappenvorbereitungskurs", der ihm zum Studium an der Berliner Universität der Künste beim bekannten Künstler Volker Stelzmann verhalf. "Ich habe damals meine Arbeiten einer Galeristin gezeigt", erzählt der heute 35-Jährige. "Sie empfahl mir dann die Jugendkunstschule." Roloff hat die Kunst zu seinem Beruf gemacht, deutschlandweit zeigt er seine Ausstellungen.

An der Jugendkunstschule in Lichtenberg gibt er seine Begeisterung für Kunst und Kreativität an die nächste Generation weiter. Roloff leitet den Mappenvorbereitungskurs und bietet bereits 13-Jährigen die Chance, ihr kreatives Potenzial zu entdecken. "In meinem Unterricht geht es nicht um leblose Korrektheit. Ich will meine Schüler für ihren eigenen künstlerischen Ausdruck sensibilisieren", sagt Mathias Roloff.

Gleich zweimal feiert die Jugendkunstschule Lichtenberg ihr 20-jähriges Bestehen. Am 28. Juni steht zwischen 15 und 20 Uhr das Lichtenberger "SommerKunstFest" ganz im Zeichen des Jubiläums. Am 12. September lädt die Einrichtung ab 11 Uhr alle Interessierten herzlich dazu ein, in einer Dokumentation und in Hausführungen die Jugendkunstschule und ihre Geschichte kennen zu lernen.

Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.juks-lichtenberg.de.

Karolina Wrobel / KW
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