Kunstaktien verkauft: Förderverein übergab 5200 Euro

Uwe Katzer (rechts) und Gabriele Osburg vom Förderverein überreichten den Spendenscheck an SPSG-Generaldirektor Professor. Hartmut Dorgerloh. (Foto: BW)

Niederschönhausen. Der Förderverein Schloss und Garten Schönhausen hat seine ersten Kunstaktien erfolgreich an den Mann und die Frau gebracht.

Der Vorsitzende des Vereins, Uwe Katzer, und seine Vorstandskollegin Gabriele Osburg konnten dem Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Professor Hartmut Dorgerloh, vor wenigen Tagen einen Spendenscheck über 5200 Euro überreichen. Dieses Geld fließt in die Restaurierung eines barocken Wandteppichs aus der flämischen Tapisserie-Werkstatt von Oudenaarde. Dieser Wandsteppich gehört zur Sammlung von Kunstschätzen aus dem Schloss Dohna-Schlobitten. Dieses Schloss ist im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Mit geretteten Kunstobjekten aus Schlobitten ist das Schloss Schönhausen nach seiner Sanierung ausgestattet worden. Dort, wo der Wandteppich einmal hängen soll, finden Besucher im Moment nur einen Platzhalter. Für die Restaurierung des Kunstwerks fehlte der SPSG bislang das nötige Geld. Immerhin 32 000 Euro sind für die aufwendige Handarbeit nötig. Um die Restaurierung anzuschieben, entschloss sich der Förderverein Schloss und Garten Schönhausen, eine Spendenaktion zu starten.

Um das Spenden für Pankower attraktiver zu machen, hat der Verein eine Kunstaktie entworfen. Diese konnte für zehn oder 25 Euro erworben werden. Für höhere Spendenbeträge wurden gesonderte Kunstaktien herausgegeben. Die Idee kam sehr gut an, sodass der Verein nach einem Jahr 5200 Euro verbuchen konnte.

Die Spendenaktion des Fördervereins regte wiederum die SPSG an, selbst nach Fördermöglichkeiten und Spendern für die Teppichrestaurierung Ausschau zu halten. Mit Erfolg. Zusammen mit den Spenden vom Förderverein ist die Restaurierung nun ausfinanziert, kann Professor Hartmut Dorgerloh vermelden. Der Wandteppich befindet sich bereits in der Werkstatt. Voraussichtlich im Juli 2014 wird die Restauratorin beendet sein. Danach wird das Kunstwerk umgehend seinen Platz auf Schloss Schönhausen finden.

Der Förderverein Schloss und Garten Schönhausen wurde vor vier Jahre gegründet. Seinerzeit war das imposante Gebäude gerade nach fünfjähriger Sanierung von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wiedereröffnet worden. Vereinsvorsitzender Uwe Katzer: "Wir möchten zum Beispiel die Bekanntheit des Schlosses erhöhen." Deshalb werden auch Veranstaltungen organisiert. Des Weiteren engagiert sich der Förderverein dafür, dass es im Schloss und Garten endlich gastronomische Angebote gibt. Wie der SPSG-Generaldirektor berichtet, soll es Gastronomie in den Nordgaragen geben. Dazu finden derzeit Gespräche mit Verantwortlichen des Landes Berlin statt. Des Weiteren gehört natürlich die Förderung weiterer Restaurierungsprojekte zu den Zielen des Vereins. Als nächstes möchte er die Aufarbeitung zweier Spiegelrahmen im Gartensaal unterstützen. Deren Restaurierung ist mit 14 000 Euro veranschlagt.


Bernd Wähner / BW
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