Volkssolidarität kann ab Mai den Seniorentreff Stille Straße 10 übernehmen

Niederschönhausen. Die Besucher der Begegnungsstätte Stille Straße 10 könnten sich Ende April über eine langfristige Sicherung ihre Klubs freuen. Die Weichen dafür sind jedenfalls gestellt.

Das berichtete Pankows Stadträtin für Facility Management, Christine Keil (Die Linke), der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Das Bezirksamt habe beschlossen, mit dem Landesverband der Volkssolidarität zum Grundstück Stille Straße 10 einen Erbbaurechtsvertrag bis zum 30. April zu schließen, so Keil. Inzwischen liegt auch die Einwilligung des zuständigen Unterausschusses des Abgeordnetenhauses vor. Dieser hatte den Hauptausschuss über den beabsichtigten Vertragsabschluss informiert, und auch dieser hatte keine Einwände.

"Damit liegen aufseiten des Grundstückseigentümers, also des Landes Berlin, alle Voraussetzungen zum Abschluss des Erbbaurechtsvertrages vor", erklärt die Stadträtin. Nun muss die Volkssolidarität nur noch dem Bezirksamt seine Entscheidung mitteilen, ob er bereit ist, den Erbbaurechtsvertrag abzuschließen. Danach könne die Beurkundung des Vertrags bis Ende April erfolgen. Damit würde eine Geschichte ihr Happyend finden, die dem Bezirksamt im Jahre 2012 viele negative Schlagzeilen bescherte. Damals hatte die BVV auf Vorschlag des Bezirksamtes mehrheitlich beschlossen, dass die Begegnungsstätte aufgegeben werden soll.

Dagegen machten die Senioren aus der Stillen Straße aber mobil. Sie diskutierten mit Bezirkspolitikern und demonstrierten lautstark. Als das keinen Erfolg zeitigte, entschlossen sie sich zu einer Aktion, die weltweit für Schlagzeilen sorgte: Sie besetzten kurzerhand ihr Klubgebäude. Die Bezirkspolitik musste lernen, mit dieser besonderen Situation umzugehen. Man entschied, einen Interessenten zu suchen, der die Einrichtung in seine Trägerschaft übernimmt. Mit dem Landesverband der Volkssolidarität wurde dieser gefunden. Vor einem Jahr wurde mit der Volkssolidarität zunächst ein befristeter Nutzungsvertrag abgeschlossen. Danach kehrte in der Begegnungsstätte der Alltag ein. Es fanden wieder Gruppentreffen und Veranstaltungen statt. Und hinter den Kulissen wurde fleißig verhandelt. Offensichtlich mit Erfolg.


Bernd Wähner / BW
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