Landesmittel fließen in das Humboldt-Klinikum und die Feuerwehrakademie

Reinickendorf. Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Wittenau und die Feuerwehrakademie in Schulzendorf profitieren vom neuen Senatsprogramm "Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt" (SIWA).

Das geht aus einer "Bestückungsliste" des Senats an das Abgeordnetenhaus vom 3. März hervor, die der Berliner Woche vorliegt. Demnach erhält das Vivantes Humboldt-Klinikum, Am Nordgraben 2, für Erneuerung und Erweiterung eines Operationssaals sowie eines Neubaus für die Zentrale Sterilisation 13 Millionen Euro.

Mit einem Betrag von 1,5 Millionen Euro profitiert die Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie von dem neuen Programm. Das Geld soll in Modulbauten gesteckt werden. Diese Summe wäre aber eventuell komplett zu sparen gewesen, wenn der Flughafen Tegel nach den ursprünglichen Plänen längst geschlossen wäre. Denn für dessen Nachnutzung ist auch die Feuerwehrakademie vorgesehen.

Diese ist bisher auf einem ehemaligen Kasernengelände an der Ruppiner Chaussee 268 untergebracht - arbeitet allerdings nicht unter optimalen Bedingungen. Bei Minusgraden werden Freiluftübungen schwierig, und sogar der Denkmalschutz setzt den Bedürfnissen der Brandbekämpfer zu enge Grenzen. Umgeben ist das Grundstück von einem Wohn- und Naherholungsgebiet.

Auf dem dann ehemaligen Flughafengelände wären allerdings gleich mehrere Probleme gelöst: In zwei 30 Meter hohen Hangars könnte witterungsunabhängig geübt werden, und nach dem Abzug der Flughafenfeuerwehr wären gleichwohl weitere Feuerwehrfahrzeuge auf dem Gelände. Das wäre sowohl für die in der Nähe vorgesehene Industrie, als auch für ein neues Wohngebiet von Vorteil.

Erst im Jahr 2012 hatte die Berliner Feuerwehr an der Ruppiner Chaussee alle ihre Ausbildungs-, Forschungs- und Entwicklungsbereiche in der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst Akademie (BFRA) zusammen gefasst. Hier findet nicht nur die Fortbildung für die rund 4500 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren statt. Es haben auch nationale und internationale Forschungsprojekte ihren Platz in Schulzendorf gefunden.


Christian Schindler / CS
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