Auflösung der Notunterkünfte in Turnhallen lässt auf sich warten

Berlin: Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg |

Lichtenberg. Aktuell gibt es im Bezirk noch drei Turnhallen, die als Notunterkünfte genutzt werden. Bezirk und Sportvereine hoffen auf eine schnelle Lösung.

Mit den Turnhallen in der Wollenberger Straße 1, an der Treskowallee 8 und in der Darßer Straße 97 werden im Bezirk aktuell drei Hallen als sogenannte Notunterkunft für geflüchtete Menschen genutzt. "Wir hoffen, dass die Belegung nicht mehr von langer Dauer sein wird", sagt der stellvertretende Bürgermeister Andreas Prüfer (Die Linke). Prüfer verlässt sich dabei nicht nur auf eine öffentliche Äußerung des für die Flüchtlinge zuständigen Staatssekretärs Dieter Glietsch. Glietsch rechnet laut Medienberichten damit, dass im Sommer die Geflüchteten aus den Turnhallen ausziehen. Am 8. Februar lädt er dazu Vertreter der Bezirksämter in eine Sitzung. "Wann die Turnhallen konkret frei werden und wie eine anderweitige Unterbringung aussehen könnte, können wir erst nach dieser Sitzung sagen", so Prüfer.

Diese Nachricht dürften die Mitarbeiter vom bezirklichen Gesundheitsamt begrüßen. Denn gerade das Amt findet die Unterbringung in Turnhallen kritisch, weiß Gesundheitsstadträtin Sandra Obermeyer (parteilos für Die Linke). Hier können sich Infektionen besonders schnell ausbreiten. Regelmäßige Begehungen vom Amt sollen jetzt schon versuchen, hygienische Standards zu sichern.

Die Sportstadträtin Kerstin Beurich (SPD) ging ebenfalls auf die Folgen der Notunterbringung ein. Sie stellt klar, dass bislang keine Schule direkt vom Ausfall des Sportunterrichtes betroffen sei. Aber: "Die betroffenen Hallen wurden vor allem von Sportvereinen genutzt." Sie bemühe sich um eine schnelle Lösung. Aktuell gilt für alle Vereine ein "Notplan" bei den zugeteilten Hallenzeiten, damit diese ihren Beschäftigungen nachgehen können.

Einen Beitrag zur Entlastung könnte die Inbetriebnahme der beiden Turnhallen an der Klützer Straße 36 und 42 leisten. Diese stehen leer. Zunächst musste das durch die vorangegangene Unterkunftsnutzung beschädigte Parkett erneuert werden. Jüngst kamen ein Wasserrohrbruch in der 42 und Risse im Parkett in der 36 hinzu. Ob der Rohrbruch zu Schäden führte, die zur nochmaligen Erneuerung des Parketts zwingen, müsse noch untersucht werden, so auch die Parkettrisse in der anderen Halle. KW
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