Fördermittel für Anbindungsstraße des Euref-Geländes gesichert

Staatssekretär Henner Bunde, Euref-Vorstand Reinhard Müller und Baustadtrat Daniel Krüger präsentieren den Fördermittelbescheid. (Foto: KEN)

Schöneberg. Am 20. Juni wurde der Fördermittelbescheid zur Finanzierung einer direkten Anbindung des Euref-Campus an den Autobahnring feierlich übergeben.

Baubeginn der Verbindungsstraße zur A 100 soll im Herbst 2014 sein. "Die Planungsarbeiten beginnen unmittelbar", sagte Tempelhof-Schönebergs Baustadtrat Daniel Krüger (CDU). In gut fünf Jahren soll Eröffnung gefeiert werden. Die veranschlagten Kosten von 14 Millionen Euro werden zu 60 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) finanziert. Den Restbetrag übernimmt die Euref AG.

"Eine funktionsfähige Infrastruktur ist ein bedeutender Standortfaktor für die Wirtschaft, auch und gerade in stark verdichteten Ballungsräumen", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Henner Bunde. Für solche Infrastrukturmaßnahmen stünden Berlin jährlich 160 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kooperation zwischen Land, Bezirk und Euref sei ein "gelungenes Beispiel für gelebte Public Private Partnership, öffentlich-private Partnerschaft", so der Staatssekretär. Das Quartier erfahre eine erhebliche Stärkung.

Baustadtrat Daniel Krüger sprach von einem Meilenstein. Auch wenn die Verbindungsstraße seit acht Jahren die Gemüter erhitze, sei die Zwischenbilanz bei aller vorgetragenen Kritik positiv. "In den vergangenen Jahren sind auf dem Areal alte Gebäude saniert und neue gebaut worden. Neue Arbeitsplätze wurden geschaffen."

Der Stadtrat betonte, dass es für Tempelhof-Schöneberg politisch wichtig sei, die Interessen und Befindlichkeiten der Nachbarschaft zu berücksichtigen. "Es darf zu keiner zusätzlichen Verkehrsbelastung kommen", so Krüger. Die Torgauer Straße werde für Fußgänger und Radfahrer zurückgebaut.

Krüger verwies darauf, dass Langzeitprojekte wie die Euref-Anbindungsstraße mit Risiken behaftet seien. "Rahmenbedingungen können sich ändern." Die Deutsche Bahn habe die Bedingungen geändert. "Wir mussten darauf reagieren." Geplant ist nun eine Verbindungsstraße einschließlich Bahnunterführung vom Campus in Richtung Sachsendamm und Bundesautobahn. Das Land stimmt derzeit die Planungsvereinbarung zur Eisenbahnunterführung mit der DB Netz AG ab. Das Abkommen soll demnächst unterzeichnet werden.

Euref-Vorstand Reinhard Müller zeigte sich optimistisch. Die Fertigstellung werde früher erfolgen. "2007/2008 haben wir angefangen. Damals waren es 114 Arbeitsplätze. Jetzt sind es 1300. So geht es auch weiter."


Karen Noetzel / KEN
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