Historischer Bau bleibt 2013 gesperrt

Schöneberg. Die älteste Kirche im Ortsteil Schöneberg braucht eine Frischekur. Im kommenden Jahr wird die Dorfkirche an der Hauptstraße saniert. Die evangelischen Gottesdienste finden in dieser Zeit in der benachbarten Paul-Gerhardt-Kirche statt.

"Wir heizen hier seit Jahren aus dem Dach heraus", beklagt Volker Georg Buismann, Gemeindeglied in Alt-Schöneberg und Fachmann für die Bauten auf der so genannten "Kircheninsel" an der Ecke Haupt- und Dominicusstraße. Neben der Dorfkirche stehen hier die Paul-Gerhardt-Kirche der evangelischen Gemeinde Alt-Schöneberg sowie die katholische St. Norbert-Kirche, beide aus den 1960er-Jahren. Schon vor dem Krieg hatte es hier drei Kirchen gegeben, allesamt errichtet am ehemaligen Dorfanger Schönebergs. Die dortige Anhöhe ist der eigentliche "schöne Berg." Im Krieg wurden die alte St. Norbert und die erste Paul-Gerhardt-Kirche weitgehend zerstört. Auch der Innenraum der alten Dorfkirche, welche selbst in den Jahren 1764 bis 1766 erbaut wurde, stammt aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Das historische Gebäude ist im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt. Heizung und Isolierung sind inzwischen also über 50 Jahre alt. Und sollen nun auf Vordermann gebracht werden. Denn das alltägliche Gemeindeleben, die sonntäglichen Gottesdienste, finden längst wieder in der kleinen Dorfkirche statt. Die neuere Paul-Gerhard-Kirche ist für diese Zwecke inzwischen zu groß. Im Zuge der Sanierung müsse, so Buismann, die Decke im Innern der Dorfkirche komplett ausgetauscht werden, um eine bessere Wärmeisolierung zu erhalten. Zudem soll das Heizsystem ausgetauscht werden. Statt der bisherigen Elektroheizung soll der Bau künftig an die Fernwärme angeschlossen werden. "Die Sitzheizungen sind völlig marode", so das Kirchenglied. "An manchen Stellen werden die Bänke unangenehm heiß, an anderen bleiben sie kalt."

Die Kosten, die mit der Sanierung auf die evangelische Kirchengemeinde Alt-Schöneberg zukommen, werden auf eine sechsstellige Summe geschätzt. Um diese abdecken zu können, sei man auf Spenden angewiesen. Infos hierzu gibt es unter www.alt-schoeneberg.de und unter 781 15 38.

Ralf Liptau / flip
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden