Schüler gestalten Wände künstlerisch

Schöneberg. Für die einen mag es Kunst gewesen sein, für andere Schmiererei. Zwei Jahrzehnte lang haben sich die Schüler der Gustav-Langenscheidt-Schule im viergeschossigen Treppenhaus verewigt. Damit ist nun Schluss.

Schüler und Lehrer haben entschieden, das historische, denkmalgeschützte Gebäude in der Belziger Straße 43-51 so zu gestalten, wie es seiner Bedeutung entspricht. Die ehemalige Hohenzollernschule wurde 1897 bis 1899 vom Architekten Paul Egeling errichtet. Egeling arbeitete in dieser Zeit als Baubeamter der damals selbstständigen Stadt Schöneberg. Zum Auftakt der Veränderung wurden die Treppenhauswände neu gestaltet. Im Rahmen einer Projektwoche hat die Klasse 9.2 unter pro Anleitung der jungen Berliner Künstlergruppe "Innerfields" einen Teil des hinteren Treppenhauses bearbeitet. Das Künstlerkollektiv "Innerfields" hat sich mit der Gestaltung von Innenräumen und Fassaden einen Namen gemacht.

Zuvor haben sich die Schüler im Kunstunterricht mit der aktuellen Streetart in Berlin und dem Namensgeber der Schule auseinandergesetzt. Ziel von Kunstlehrer Florian Bredendiek war es, das Interesse an Kunst und Gestaltung aufzugreifen und weiterzuentwickeln.

Das Projekt ist zudem Teil des Kulturfahrplans der Schule. Sie will künstlerische Vorhaben und Angebote zur Berufsorientierung miteinander verbinden. Finanziert wurde die Wandgestaltung aus Mitteln des Programms "Kulturagenten für kreative Schulen", an dem die Gustav-Langenscheidt-Schule seit 2011 teilnimmt. Unterstützung kam zudem vom Langenscheidt Verlag.


Karen Noetzel / KEN
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