Investor gewinnt Aldi Nord als Partner

Siemensstadt. Um eine Sport- und Eventhalle auf dem 13 000 Quadratmeter großen Grundstück nördlich des Einkaufszentrums "Siemensstadt Park" an der Ecke Nonnendammallee und Paulsternstraße zu errichten, hat sich Investor Peter Dietrich neue Partner ins Boot geholt.

Neuer Gesellschafter ist nun Torsten Laukat von der Projektentwicklungsgesellschaft AFL, die vor drei Jahren den "Siemensstadt Park" errichtet hat. Und der bringt als weiteren Partner den Discounter Aldi Nord mit. Gemeinsam wollen die Partner im Sommer mit dem sechs bis acht Millionen Euro teuren Bau der "Arena Spandau - Sports + Event" beginnen. Die soll nach rund acht Monaten Bauzeit fertig sein. Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU) hatte die Investoren zur Vorstellung des Projekts am 5. März in den Ausschuss für Stadtentwicklung eingeladen. "Wir planen nun einen etwas verkleinerten Eventbereich für bis zu 5000 Besucher", erläuterte Dietrich die neue Planungen. Statt des einst vorgesehen Cateringbereichs werde direkt daneben Aldi eine neue Filiale einrichten, die den jetzigen Laden an der Straße Am Juliusturm ersetze.

"Die Idee, eine Verbindung mit dem Discounter als Caterer und Werbepartner zu schaffen, stammt aus den USA", sagte Dietrich. Interessant daran sei besonders, dass so den Nutzern des umfangreichen Sportangebots in der Halle und den Besuchern von Events ein kostengünstiges Catering zur Verfügung stehe. Das biete Aldi bis 20 Uhr im Laden und außerhalb der Öffnungszeiten in einem kleinen Restaurant an. Zudem erhalte Aldi eine Showküche zur Produktionspräsentation. Hier könne sich der Werbepartner, mit dem ein Vertag auf zehn Jahre abgeschlossen worden sei, unter dem Motto "Man kann sich auch günstig gesund ernähren" präsentieren.

Im Eingangsbereich soll es zudem einen etwa 50 Quadratmeter großen Kinderbetreuungsbereich geben. Den können Kunden während des Einkaufs bei Aldi, bei Events oder bei ihren sportlichen Aktivitäten in der Halle wie Tennis, Bogenschießen, Fußball und weiteren Sportarten nutzen. Er steht auch Aldi-Mitarbeitern zur Verfügung. Für sie habe man zudem Sonderkonditionen für die Nutzung der Halle vereinbart.

Auch Aldi begibt sich mit diesem Projekt auf neue Wege, die als Zeichen einer besseren Präsentation gesehen werden. Zu diesen Schritten gehört beim Bau in Siemensstadt auch die Barrierefreiheit. Hier wird es keine Drehkreuze mehr geben. Diese sollen in den kommenden Wochen auch in anderen Aldi-Filialen ausgebaut werden.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass hier ein "spannendes Konzept" vorgestellt wurde. "Auch wenn man sich daran erst einmal gewöhnen muss, hat dieses Konzept Potenzial", sagte die CDU-Verordnete Beate Christ. Mit der geplanten Kinderbetreuung für die Aldi-Kunden und Eventbesucher höre sich dies fast zukunftsweisend an.


Michael Uhde / Ud
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