Peinlicher Fehler in der neuen Bezirksbroschüre

Tempelhofs Alt-Bürgermeister Wolfgang Krueger ärgert, wie sein einstiger Arbeitsplatz derart in Vergessenheit geraten konnte. (Foto: HDK)

Tempelhof. Unter dem Titel "Ein lebendiger Bezirk zwischen Großstadt und Idylle" ist kürzlich die Bezirksbroschüre für 2012/13 erschienen. Allerdings mit einem Makel.

Wie aufmerksame Leser in Tempelhof beim Durchblättern des Wegweisers durch den Bezirk verwundert festgestellt haben, ist den redaktionell Verantwortlichen offenbar ein peinliches Versäumnis unterlaufen: Das Rathaus Tempelhof wurde schlicht vergessen. Das Rathaus Schöneberg wird schon als Titelbild und das Rathaus Friedenau ausführlich im Innenteil gewürdigt. Das Rathaus Tempelhof kommt nicht einmal im Inhaltsverzeichnis vor.

Nachdem sich die Sache vergangene Woche rumgesprochen hatte und auch beim Tempelhofer Alt-Bürgermeister Wolfgang Krueger angekommen war, blühten natürlich sofort Spekulationen und Gerüchte, dass der Standort am Tempelhofer Damm möglicherweise aufgegeben beziehungsweise verkauft werden soll.

Da wurden Erinnerungen wach: Schließlich sollte bekanntlich schon einmal ein Teil des Rathausbaus verkauft und ein Einkaufszentrum an dieser Stelle gebaut werden. Nach einem Gespräch mit der Berliner Woche hörte sich Krueger bei seinen CDU-Parteifreunden um, konnte aber auch nichts Konkretes in Erfahrung bringen. Sein Kommentar: "Wahrscheinlich nur ein ärgerlicher Fall von Dusseligkeit."

Tempelhof-Schönebergs Bürgermeisterin, Angelika Schöttler (SPD) erklärte auf Nachfrage der Berliner Woche, dass das "ganz bestimmt nicht beabsichtigt" gewesen und "niemandem aufgefallen" sei. Sie räumte den Fehler ein und versichert: "Das Rathaus Tempelhof ist als Dienstsitz so sicher, wie das Rathaus Schöneberg. Keiner muss sich Sorgen machen." Ansonsten freut sich die Bürgermeisterin, dass die Bezirksbroschüre "offenbar so fleißig gelesen" werde.

Die Broschüre mit einem herausnehmbaren Bezirksstadtplan ist kostenlos in den Rathäusern und Bürgerämtern sowie öffentlichen Einrichtungen des Bezirks erhältlich.

Interessenten können sich das Heft auch von der Apercu Verlagsgesellschaft mbH, Gubener Straße 47, 10243 Berlin, zusenden lassen, 29 37 15 11.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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