Preußen als Industriestaat

Tiergarten. Preußen war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Entwicklung seiner Industrie spät dran. Das zu ändern hatten sich Reformpolitiker, allen voran Christian Peter Wilhelm Friedrich Beuth, zur Aufgabe gemacht. Für die "Beförderung des Gewerbefleißes" (lateinisch: industria) liefen im Gewerbe-Institut in der Klosterstraße 36 alle Fäden zusammen: von Informationsbeschaffung und -vermittlung über Ausbildung von Technikern und Ingenieuren bis zur Patenterteilung. So wurde der Aufstieg bedeutender Industrieunternehmen wie Borsig, Krupp und Siemens befördert, der Vorsprung anderer Nationen schrittweise verringert und die Grundlage für den wirtschaftlichen und technischen Aufschwung Deutschlands am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert geschaffen.

Eine originelle Kabinettausstellung in der Kunstbibliothek am Kulturforum, Matthäikirchplatz 8, beleuchtet bis 6. Juli diese Fortschritte mit Dokumenten, Modellen und Zeichnungen.

"Klosterstraße 36. Sammeln, Ausstellen, Patentieren: Zu den Anfängen Preußens als Industriestaat" ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt drei Euro. Der reich illustrierte Katalog kostet 14 Euro.


Karen Noetzel / KEN
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