Kanadischer Finanzriese kauft einen Teil des Potsdamer Platzes

Berlin: Quartier Potsdamer Platz |

Tiergarten. Ein kanadischer Finanzriese hat den Potsdamer Platz gekauft. Es ist eine der größten Immobilientransaktionen der vergangenen Jahre.

Eine Tochter von Brookfield Property Partners L.P. („Brookfield“) hat ein Gebäudeensemble im zentralen Stadtquartier erworben. Verkäufer ist Savills Fund Management. Der Milliarden Dollar schwere kanadische Immobilieninvestor Brookfield hat sich gemeinsam mit einer staatlich kontrollierten Fondsgesellschaft aus Asien nach einem internationalen Bieterverfahren rund 276.000 Quadratmeter Mietfläche gesichert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Gemunkelt wird von rund 1,4 Milliarden Euro.

Errichtet wurde das Quartier Potsdamer Platz 1998 vom Daimler-Konzern. Der veräußerte es zehn Jahre später an Savills für seinen offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest. Die Anleger zogen aber zuviel Geld ab. Der Fonds musste abgewickelt werden.

Das gekaufte Ensemble besteht aus 17 Gebäuden, zehn Straßen und zwei Plätzen. Darunter sind sieben Büro- und fünf Wohnhäuser, das Einkaufszentrum Potsdamer Platz Arkaden, ein Kino-Center, ein Musicaltheater, etwa 30 Cafés und Restaurants sowie das Mandala Hotel. Auf dem zu rund 80 Prozent vermieteten Areal haben sich mehr als 480 nationale und internationale Firmen niedergelassen, darunter Daimler, Etihad Airways, die chinesische Bank ICBC, Toll Collect sowie renommierte Anwalts- und Wirtschaftskanzleien. Das Sony Center und der Bahntower gehören nicht dazu.

Ric Clark, Geschäftsführer der Brookfield Property Group, schwärmt vom Potsdamer Platz als „eine der bekanntesten Immobilien der Welt“. Die nach Plänen so renommierter Architekten wie Renzo Piano, Richard Rogers oder Hans Kollhoff entstandenen Gebäude ziehen täglich mehr als 100.000 Besucher an. Ab 2017 ist der Potsdamer Platz über den Nah- und Regionalverkehr an den neuen Flughafen BER angebunden.

Der Präsident von Brookfield Properties Europe, James Tuckey, hat sogar seinen Wohnsitz nach Berlin verlegt. Mit seinen Management-Teams will er direkt vor Ort an weiteren Plänen für den Potsdamer Platz arbeiten. KEN
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