Weddinger Manufakturen laden zur Besichtigung

Adam Mikusch kreiert in seiner kleinen Manufaktur Salatdressings und Gewürzmischungen. (Foto: Dirk Jericho)

Wedding. Vom 23. bis zum 25. November laden vier kleine Manufakturen in der Togo-, Lüderitz- und Kameruner Straße erstmals unter dem Titel "Wedding Works" in ihre Werkstätten.

Eine winzige Küche hinter dem Verkauftresen in der Kameruner Straße 14. Die wenigsten wissen, dass hier Deutschlands Saucenspezialist Nummer eins an neuen Kreationen tüftelt. Seit zwei Jahren rührt Adam Mikusch in seinem "Haus der feinen Kost" hochwertige Salatdressings zusammen. Jedes Gläschen wird in Handarbeit abgefüllt und etikettiert. Blattgold nennt der 32-jährige Jungunternehmer seine Dressings, "weil sie das Salatblatt geschmacklich vergolden", so Mikusch. In seine Fläschchen kommen nur hochwertige Zutaten wie Olivenöl, im Fass gereifter Balsamicoessig, frisch zerstoßener Schwarzer Pfeffer oder Bourbon-Vanille; kein Wasser und kein Verdickungsmittel. Als Süßstoff benutzt Mikusch ausschließlich Honig. Im Superior-Dressing, 30 Euro die kleine Flasche, ist sogar echtes Blattgold drin; 22-karätig und essbar.

Die Dressing-Manufaktur in Wedding ist eine Erfolgsgeschichte. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat Adam Mikusch vor kurzem beim Gründerpreis 2012 als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Die Blattgold-Dressings verkauft Mikusch auf Wochenmärkten. Die Fläschchen gibt es mittlerweile auch in etlichen Feinkostläden, im KaDeWe oder im Kaufhof am Alex. Reichelt und Edeka haben die Edeldsaucen made in Wedding gerade ins Sortiment aufgenommen.

Neben dem "Haus der feinen Kost" gibt es im Kiez weitere Werkstätten, in denen junge Kreative einzigartige Produkte herstellen. Vom 23. bis zum 25. November kann man die Minifabriken besuchen und den Machern über die Schulter schauen. Neben Mikuschs Dressing-Küche sind an dem Wochenende die Werktätten der Modemacher aus der Montagehalle in der Togostraße, der Porzellandesignerin Uta Koloczek sowie die Ledermanufaktur Leevenstein in der Lüderitzstraße geöffnet.

Es gibt Führungen und ein Programm mit Livemusik und Ausstellungen. "Wedding Works" ist eine Gelegenheit, die Inhaber einmal kennenzulernen. Adam Mikusch zum Beispiel sieht man nicht oft in seinem kleinen Laden. Meistens ist er mit seinem italienischem Dreirad-Moped unterwegs, um seine Blattgold-Dressings auszuliefern oder er sitzt hinten in der Küche und tüftelt an neuen Geschmacksrichtungen.

Informationen zu Weddings Manufakturen und dem Programm unter www.weddingworksberlin.wordpress.com.

Dirk Jericho / DJ
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