Zwei Weißenseer Produktdesigner erringen Gold

Weißensee. Über zwei Goldmedaillen beim diesjährigen internationalen Braun-Preis kann sich die Kunsthochschule Weißensee freuen. Das Unternehmen Braun macht seit Jahrzehnten mit seinem Produktdesign von sich reden: Rasierapparate, Haarpflege- und Küchengeräte und andere technische Geräte.

Seit 1968 fördert das Unternehmen junge Nachwuchsdesigner. Es schreibt jährlich den internationalen Braun-Preis aus.In diesem Jahr beteiligten sich 2399 junge Designer aus 73 Ländern am Wettbewerb. Zwei Hauptpreise gingen an Studenten aus Weißensee. Das erste Gold gab es für Sebastian Reichel. Er entwickelte die Gehilfe "Agil". Diese ist mit Kunststoffgelenken ausgestattet. Sie passt sich optimal an Körpergewicht und Muskelkraft des Nutzers an. Die alte Starre des Gehstocks ist passé. Mit "Agil" ergibt sich eine angenehme, flüssige und gleichzeitig sichere Gehbewegung.

Für seine neuartige Gehhilfe bekam Reichel bereits mehrere Auszeichnungen. Unter anderem erhielt er eine Anerkennung beim Lucky Strike Award 2012 und beim Mia Seeger Designpreis 2012. Die Entwicklung von "Agil" betreuten die Weißenseer Professoren Helmut Staubach und Carola Zwick.

Das zweite Gold im Braun-Wettbewerb ging an Oliver Klein. Er entwarf einen Kinderfahrradsitz, der zugleich als Kindertragetasche verwendet werden kann.

Mit diesem ergometrisch ausgefeilten Sitz können die Eltern mit ihren Kindern sicher auf dem Rad unterwegs sein. Wird das Fahrrad abgestellt, können sie nahtlos auf den Transport zu Fuß wechseln. Betreut wurde dieser Produktentwurf ebenfalls von Professor Helmut Staubach. Die beiden Produktdesigner können sich auch über ein Preisgeld von jeweils 15 000 Dollar freuen.


Bernd Wähner / BW
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