Westend bekommt seinen ersten Weihnachtsmarkt

Rosalie und Viveca freuen sich, dass der Verein "Family & Friends", in dem Claudia Scholz und Stefan Piltz mitwirken, einen Markt organisiert. (Foto: Wecker)

Westend. Erstmals wird es in diesem Jahr in Westend einen Weihnachtsmarkt geben. Der findet am 4. Adventswochenende, 22. und 23. Dezember, jeweils von 11 bis 19 Uhr in der Preußenallee statt.

Veranstalter ist der Verein "Family & Friends", der schon die Frühjahrs- und Herbstfeste in der Preußenallee ins Leben gerufen hat. Das heißt, es sind wieder die Anwohner aus dem Kiez, die ihre Feste selbst organisieren. Das ist eine bemerkenswerte Leistung, sind doch die Stützen des Vereins Claudia Scholz und Stefan Piltz berufstätig und organisieren diese allmählich zum Markenzeichen des Kiezes werdenden Feste in ihrer Freizeit. Wiederum gelten die Mühen vorrangig den Kindern, die mehr Freude im Kiez finden sollen. So waren es vor allem die Anwohner, die mit der Bitte an den Verein herangetreten sind, auch endlich einmal in Westend einen Weihnachtsmarkt zu organisieren. Symbol des Weihnachtsmarktes ist der radelnde Elefant des Künstlers Josef, der ein Weihnachtskostüm anlegen wird.

An dem Weihnachtsmarkt wirkt die anglikanische Kirche St. Georges mit, deren Chor englische Weihnachtslieder singen wird. Von der katholischen Kirche Heilig-Geist werden der große und der kleine Kinderchor auftreten. Wie bei den Straßenfesten wird auch bei dem Weihnachtsmarkt Wert auf auserlesenes Kunsthandwerk gelegt. Viele der von diesen Festen bekannte Künstler, Keramiker und Handwerker werden wieder unter den etwa 40 Anbietern sein. Vom Museumsdorf Düppel kommen beispielsweise der Kupferklopfer Niels und eine Schmiede. Eine Dame wird zeigen, wie Plauener Spitze geklöppelt wird. Bei den Kunsthandwerkern lässt sich bestimmt ein originelles, handgefertigtes Weihnachtsgeschenk finden. Die Pfadfinder vom Stamm der Normannen und der Waringer werden eine Jurte aufschlagen, wo Stockbrot geröstet werden kann. Am Sonntag liest dort Hexe Rumpelbein von 13 bis 17 Uhr Märchen vor. Aus dem Havelland wird eine vom Esel gezogene Kutsche kommen, in der über die Festmeile gefahren werden kann. Viele Interessenten werden sich um Falkner Oliver Peipe versammeln, der bis zum Einbruch der Dunkelheit seine Greifvögel fliegen lassen wird. Wer möchte, kann solch einen Raubvogel auch einmal auf seinem Arm landen lassen. Dieser einmalige Moment wird fotografisch festgehalten.

Für weihnachtliche Stimmung werden auch die Angebote an Glühwein und Dresdner Stollen sorgen.

Die Überschüsse aus dem Weihnachtsmarkt werden wieder in den Kiez zurückfließen. Zu der Reparatur von Spielgeräten kommt die Neupflanzung von Bäumen hinzu. Dabei wird nicht nur gespendet, sondern die Westender pflanzen ihre Bäume sogar in Abstimmung mit dem Grünflächenamt selbst.


Frank Wecker / FW
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