Malerunternehmen Muschiol gewinnt Fassadenwettbewerb

Prämierte Kirche in der Kreuzberger Wilmsstraße. (Foto: Innung)

Wilmersdorf. Ein Wilmersdorfer Handwerksbetrieb hat den diesjährigen Fassadenwettbewerb der Maler und Lackiererinnung Berlin gewonnen.

Borst und Muschiol, der Familienbetrieb mit 75-jähriger Tradition in der Katharinenstraße 20, hatte in allen drei Kategorien die Nase vorn: bei den Altbauten (katholisch-apostolische Kirche in der Kreuzberger Wilmsstraße), bei den Neubauten (Schule am Königstor in der Weinstraße 3 in Friedrichshain) sowie bei Ein- und Mehrfamilienhäusern beziehungsweise Stadtvillen (Villa in der Zehlendorfer Sophie-Charlotte-Straße 40). Das hat es bei dem Wettbewerb, der seit 17 Jahren ausgelobt wird, noch nie gegeben. 61 Fassaden wurden eingereicht. Mit dem Motto "Wir bringen Farbe in die Stadt" startete die Malerinnung 1996 ihren ersten Wettbewerb. So lautete auch der diesjährige. "Wenn wir auch wieder unser altes Motto aufgegriffen haben, so steckt doch inzwischen etwas mehr dahinter", sagt Innungsobermeister Markus Straube. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Hinter oder unter der Farbe sei nämlich die Dämmung. "An ihr kommen wir seit der Energieeinsparverordnung nicht mehr vorbei." Daher habe man im Wettbewerb auch den Fokus auf die optimal gedämmte und gleichzeitig farbig harmonisch und handwerklich exakt ausgeführte Fassadengestaltung gelegt, so Straube.

Geschäftsführer Frank-Peter Muschiol fühlt sich bestätigt. Von den mehr als 80 Beschäftigten haben die meisten ihre Ausbildung im Familienunternehmen absolviert. "Solides Handwerk bildet nach wie vor die Grundlage unserer Arbeit."

Das Handwerk des Maler und Lackierer hat sich seit 1996 geändert. Das energetische Sanieren von Gebäuden nimmt einen viel größeren Raum ein. Die Farbgestaltung ist wichtiger geworden. Gleichzeitig sind die Materialien andere. Meister und Gesellen müssen sich stetig fortbilden. Mit dem Wettbewerb will die Berliner Maler- und Lackiererinnung einem breiten Publikum die Vielfältigkeit des Handwerks bei den Fassaden zeigen und auf die Gestaltungsmöglichkeiten, gerade bei der energetischen Sanierung, hinweisen. "Wird eine eingereichte Fassade prämiert, steigert dies den Wert des Gebäudes", sagt Innungsgeschäftsführerin Julia Gustavus.


Karen Noetzel / KEN
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