Fechter ausgezeichnet

Der zehnjährige Benjamin Dithmar ist eines der hoffnungsvollen Nachwuchstalente beim TSV. (Foto: Nittel)

Wittenau. Die Degenfechter vom TSV Berlin-Wittenau sind ab sofort ein Zentrum für Nachwuchsleistungssport des Deutschen Fechter-Bundes.

Bundesweit 214 Vereine hatten sich an diesem Projekt, das dezentrale Strukturen im Leistungssport Fechten schaffen soll, beteiligt. Nur neun von ihnen wurden für die Waffe Degen ausgewählt. Der TSV wurde als einziger Berliner Klub ausgezeichnet. Kriterien waren die sportlichen Leistungen der rund 140 Nachwuchsfechter des TSV bei nationalen Ranglistenturnieren, Berliner und Deutschen Meisterschaften sowie internationalen Wettkämpfen, Europa- und Weltmeisterschaften. Daneben sind aber auch Kriterien wie die Vernetzung mit anderen Fechtklubs, die Strukturen und die Qualität der Trainer ausschlaggebend.

"Natürlich macht uns diese Auszeichnung stolz", sagte Christian Peters, Vorsitzender der Fechter im TSV. "Sie ist der Lohn für unsere Arbeit der letzten Jahre, aber auch Ansporn, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen und uns täglich neu zu beweisen." Auch Fritz Stehlow, der die Fechtabteilung im TSV vor rund 25 Jahren gründete und nach wie vor als Trainer mit A-Lizenz aktiv ist, freute sich über die Auszeichnung: "Wenn man bedenkt, wie klein wir hier damals angefangen haben, dann ist diese Auszeichnung ein wirklich schönes Ergebnis."

Nach zwei Jahren wird durch den Deutschen Fechterbund eine umfassende Überprüfung der Ergebnisse und Leistungen erfolgen, um eine neue Bewertung vorzunehmen.

Verliehen wurde dem TSV das zertifizierte Prädikat im Rahmen seines "Wittenauer Fuchses", einem der bundesweit größten und renommiertesten Nachwuchsturniere für das Florett. Es wurde am 16. und 17. November zum 18. Mal in den Sporthallen der Toulouse-Lautrec-Schule in der Miraustraße ausgerichtet.

"Wir hatten insgesamt 364 Meldungen und damit eine Steigerung zum Vorjahr von fast 100 Prozent", berichtete Peters und freute sich. Das waren mehr Kinder und Jugendliche, als jemals zuvor bei diesem Turnier angetreten waren. "Ich bin mir sicher, dass diese Flut von Teilnehmern auch mit unserer Zertifizierung zusammenhängt, die sich im Vorfeld natürlich herumgesprochen hatte." So waren auch in diesem Jahr nicht nur Fechter aus dem Bundesgebiet, sondern auch aus Italien, Spanien, Polen, Frankreich und Dänemark angereist, um sich auf der Planche zu duellieren.

Das Schild, das den TSV als Zentrum für Nachwuchsleistungssport auszeichnet, wurde vom Präsidenten des Berliner Fechterbundes, Mario Freund, überreicht und wird künftig den Eingang der Trainingsstätte, die Sporthalle am Klinnerweg 27, zieren.

Der TSV ist immer für Mädchen und Jungen offen, die Fechten lernen wollen. Anfänger sollten mindestens sechs Jahre alt sein.

Weitere Informationen gibt es unter www.tsv-berlin-wittenau.de.

Michael Nittel / min
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