Mit Mut und Huke zum Erfolg

Sebastian Huke trifft zum wichtigen 1:1 (29.) Foto: Kerstin Kellner
 
Unbändige Freude: Huke nach dem entscheidenden 3:1 (89.) Foto: Kerstin Kellner



Zehlendorfs Torjäger trifft dreifach – Späte Entscheidung

Als man am gestrigen Sonntag schon geneigt war, sich mit einem 1:1 der Zehlendorfer Hertha gegen den SV Altlüdersdorf zufrieden zu geben, wurde es doch noch turbulent. Drei Treffer fielen nach der 83. Minute - da zwei davon auf das Konto der Berliner gingen, wurde es für die Gastgeber doch noch ein rundum erfolgreicher Nachmittag. Mit 3:2 siegte der FC Hertha 03 Zehlendorf und setzte sich so mit sechs Punkten nach zwei Partien in der Spitze fest.

Die Zehlendorfer begannen druckvoll und hatten durch Niclas Warwel auch die ersten Chancen (6. + 7.), doch in Führung gingen die Gäste: Zielinski köpfte eine Flanke von Sidorowicz unhaltbar für Sprint ins Netz (17.). Wer nun glaubte, die Gastgeber würden dadurch aus der Bahn geworfen, sah sich getäuscht. Bereits zehn Minuten später gelang ihnen der Ausgleich durch den Mann, der später auch die Partie entscheiden sollte: Sebastian Huke. Der Neuzugang von Tennis-Borussia, zum Saisonauftakt trotz starker Leistung noch leer ausgegangen, erzielte mit einem Rechtsschuss das wichtige 1:1 (29.).

Nach dem Wechsel gab es kein langes Abtasten, beide Teams wollten den Sieg, so dass es für die Zuschauer eine spannende und abwechslungsreiche Partie wurde. Chancen durch Huke (62.) und Vincetic (68.) blieben noch ungenutzt und (siehe oben) es schlich sich ein Gefühl ein, dass es wohl beim 1:1 bleiben würde. Auch Zehlendorfs Huke gab zu: „Nach 75 Minuten dachte ich, dass wir auch aufpassen müssen, nicht vielleicht sogar leer auszugehen.“ Doch nun zahlte sich der Mut von Zehlendorfs Trainer Alexander Arsovic aus: Im Bestreben, unbedingt die volle Punktausbeute zu erreichen, brachte er alle Offensivkräfte, die ihm zur Verfügung standen. Neben den in der Startelf stehenden Huke und Warwel, brachte er zusätzlich die Stürmer Marc Zellner und den Vorjahrestorschützenkönig der „kleinen Hertha“, Faton Ademi, um den Druck zu erhöhen. „Da sind unsere Trainer volles Risiko gegangen“, verriet Darius Niroumand hinterher.

In der 83. Minute fiel die Vorentscheidung: Als nach einem Foul an Ademi im Strafraum alle mit einem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Gaunitz (Leipzig) rechneten, schaltete Huke im Stile es ausgebufften Torjägers am schnellsten und traf zum 2:1 ins linke untere Eck. „Sebastian liegen so körperbetonte Partien“, erkannte Kapitän Robert Schröder hinterher ganz richtig. Ein Konter über Warwel, der Huke maßgerecht zu seinem dritten Tor auflegte, entschied die Begegnung endgültig (89.), wenn es auch noch nicht er letzte Treffer war. Doch der Anschluss durch Salhabs Foulelfmeter (90. + 3) kam zu spät, unmittelbar im Anschluss beendete Gaunitz die Partie.

Hukes Torinstinkt und der Mut der Zehlendorfer samt ihres Trainers, voll auf Sieg zu spielen, ermöglichten ihnen den besten Start seit über zwanzig Jahren. Gelingt es ihnen, am kommenden Samstag unbeschadet über die Runden zu kommen, wartet in drei Wochen ein echtes Spitzenspiel auf die Zehlendorfer Fußballfreunde, das zugleich noch ein Lokalderby ist: Hertha 03 – SV Lichtenberg 47. Doch die „kleine Hertha“ ist gewarnt: Ihr kommender Gegner, Brandenburger SC Süd 05, schlug am Samstag keinen Geringeren als den Topfavoriten Tennis-Borussia mit 3:1.
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