351 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr

Alt-Hohenschönhausen. Die Gedenkstätte der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der DDR-Staatssicherheit in der Genslerstraße 13a verzeichnet seit ihrer Gründung im Jahr 1994 steigende Besucherzahlen.

Im Jahr 2012 besuchten rund 351 000 Menschen die Gedenkstätte. Das waren rund 10 000 Besucher mehr als im Jahr 2011. Die meisten Gäste kamen aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Besuchern aus Bayern und Baden-Württemberg. Knapp die Hälfte aller Besucher waren Jugendliche. Auch ausländische Gäste interessieren sich für die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen: Hier stieg die Zahl der Besucher im Jahr 2012 um ein Viertel auf etwa 67 000 Personen. Die meisten Besucher reisten aus Dänemark und Norwegen an. "Das Interesse an der DDR nimmt weiter zu", bestätigt der Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe, der den Besucheransturm begrüßt. Doch er kritisiert auch den Abwärtstrend bei Besuchern aus Berlin und den neuen Bundesländern. "Berlin und Brandenburg müssen deshalb mehr dafür tun, dass die SED-Diktatur nicht aus dem Blickfeld gerät. Vor allem Jugendliche sollten besser über die Folgen des Kommunismus aufgeklärt werden." Ein Anreiz dafür könnte die neue Dauerausstellung sein, die im Frühjahr 2013 in der Gedenkstätte eröffnen werde, so Knabe weiter.


Karolina Wrobel / KW
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