Ausstellung im Bürgerzentrum erinnert an Hausmeister Krause

So kannten Schüler und Lehrerkollegen ihren malenden Hausmeister Hans-Dieter Krause. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Altglienicker Bürgerzentrum |

Altglienicke. Hans-Dieter Krause (1949-2014) war das, was man einen bunten Hund nennt. Nun erinnert der Bürgerverein Altglienicke mit einer Ausstellung an das künstlerische Schaffens seines langjährigen Mitglieds.

Krause war bis zu einer schweren Erkrankung vor fünf Jahren Hausmeister der Grundschule am Berg - mit eigenem Atelier unter dem Dach. Hier hatte der Hobbykünstler in jeder freien Minute zum Pinsel gegriffen, in mehreren Arbeitsgemeinschaften hat er auch Schülern die Liebe zur Malerei näher gebracht. Zu DDR-Zeiten soll er sogar regelmäßig die Zeichenlehrer bei Abwesenheit vertreten haben.

Nach seinem krankheitsbedingten Ausscheiden aus dem Schuldienst hat Hans-Dieter Krause dann in seinem kleinen Atelier unter dem eigenen Dach weitergemalt. Fast fünf Jahre kämpfte er gegen den Krebs. "In dieser Zeit hat sich Hans-Dieter seine Ängste von der Seele gemalt", sagt die Witwe Monika Brunow-Krause über die letzte Phase seines Schaffens.

Für eine Ausstellung, die genau ein Jahr nach seiner Beisetzung eröffnet werden soll, hat nun Ronald Seiffert vom Bürgerverein Altglienicke gemeinsam mit der Witwe rund 40 Bilder ausgesucht. Darunter sind Acryl- und Ölgemälde sowie Monotypien. Bilder von seinem heimatlichen Altglienicke ebenso wie Motive von den unzähligen Malerausflügen ins Wartheland. Und eben Motive aus den letzten Jahren von Krauses Schaffen. "Er bezeichnete diese Bilder einmal im Gespräch als seine gemalten Träume", erinnert sich Ronald Seiffert.

Ausstellungseröffnung im Altglienicker Bürgerzentrum, Ortolfstraße 182, ist am Donnerstag, 12. März, um 18 Uhr. Zur Eröffnung spricht der jahrelange künstlerische Weggefährte Werner Laube.

Zu sehen sind die Bilder, die auch gekauft werden können, dann bis zum 8. Mai montags von 11 bis 19 Uhr, dienstags von 11 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 11 bis 17 Uhr. Führungen durch die Ausstellung mit Ronald Seiffert gibt es auf Nachfrage unter 0172/752 57 61.

Ralf Drescher / RD
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