Verein "Wuhlgarten" gedenkt der Toten der Nazi-Diktatur

Ein Gedenkstein am Wuhlehang erinnert an 180 Patienten der Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. (Foto: Dimter)

Biesdorf. Der Verein "Wuhlgarten" erinnert mit Kranzniederlegungen und einem Konzert am Volkstrauertag, 16. November, der Toten während der Nazi-Herrschaft.

Der Gedenktag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Krankenhauskirche, Brebacher Weg 15. Im Anschluss werden die drei Gedenkstätten auf dem Gelände der 1993 als "Anstalt für Epileptische" gegründeten Krankenhauses im Brebacher Weg besucht und Blumengebinde niedergelegt.

Ein Gedenkstein in der Nähe des Hauses 41 erinnert an die Patienten, die im Rahmen des Euthanasie-Programmes der Nazis umgebracht wurden. Ein weiterer Gedenkstein wurde an einem Sammelgrab am Wuhlehang für 180 Opfer eines Bombenangriffs während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges errichtet. Auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof wurden in weiteren Sammelgräbern während des Krieges über 2300 Tote beerdigt. Der Friedhof ist anerkannte Kriegsgräber-Gedenkstätte.

Ein Orgelkonzert findet um 17 Uhr in der Krankenhauskirche statt. Hiermit soll der Opfer der Euthanasie unter den Kranken gedacht werden. In der Konzertpause gibt es eine Lesung aus dem Buch "Die Heil- und Pflegeanstalt Wuhlgarten 1933 - 1945". Der vom Verein "Wuhlgarten" im Frühjahr herausgegebene Band stellt das grausame Verbrechen an Patienten der Anstalt während der Nazi-Zeit dar. Über 1000 von ihnen wurden Opfer des Euthanasie-Programms der Nazis.

Kontakt zum Verein unter 562 96 94 23.

Harald Ritter / hari
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