Wohnungen statt Polizeischule

Blankenburg. Es macht einen äußerst heruntergekommenen Eindruck: Das Gelände am nördlichen Blankenburger Pflasterweg.

Hier stehen Gebäude, die inzwischen zu Bauruinen mutiert sind. Unkraut sprießt auf der Fläche. Alles sieht aus, als wenn sich niemand für das Areal zuständig fühlt. Dabei hatte hier vor Jahren eine Polizeischule ihren Sitz. Jetzt steht alles leer.
Aber warum ist diese Fläche derzeit ungenutzt? Warum verfallen die Gebäude Zusehens? Und was gibt es für Pläne für dieses Areal? Das wollte Abgeordnetenhausmitglied Dirk Stettner (CDU) jetzt vom Senat wissen. Die Staatssekretärin in der Senatsfinanzverwaltung, Margaretha Sudhof (SPD), teilte ihm mit, dass die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH mit der Verwaltung der Grundstücke beauftragt ist.
Vorgesehen sei, das gesamte Gebiet „planerisch zu qualifizieren und einer nachhaltigen Nutzung zuzuführen“. Das erfolge unter Federführung des Bezirksamtes Pankow. Dort habe man sich inzwischen auf städtebauliche Ziele für das gesamte Areal verständigt, informiert die Staatssekretärin „Danach ist ein Mix aus Wohnen, Schul-, Sport- und Kita-Flächen sowie nicht störendem Gewerbe angedacht.“

In Abstimmung mit dem Bezirksamt werde die BIM in Kürze eine Machbarkeitsstudie zur Präzisierung eines städtebaulichen Konzeptes beauftragen. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie, die zum Ende des dritten Quartals 2015 vorliegen soll, wird dann vom Bezirksamt ein Bebauungsplanverfahren zur Schaffung von neuem Planungsrecht in diesem Gebiet eingeleitet. Danach kann mit der konkreten Planung begonnen werden.
Betrachtet wird im Rahmen der Machbarkeitsstudie ein etwa 35 Hektar großes Areal. Denn: Neben dem Gelände der früheren Polizeischule befinden sich auch einige, bislang landwirtschaftlich genutzte Flächen, die vom Bezirk Pankow verwaltet werden. Der Bezirk möchte auf seinen Flächen vor allem Infrastruktureinrichtungen bauen, wenn auf den anderen Wohnungen entstehen. Er hätte dann unter anderem für eine Grund- und eine Oberschule, einen Jugendklub sowie Sportflächen zu sorgen. Genaueres soll die Machbarkeitsstudie ermitteln.
Abgeordnetenhausmitglied Dirk Stettner kritisiert, dass es zu lange dauerte, bis die Planungen für dieses Areal begonnen werden. Deshalb fordert Stettner eine rasche städtebauliche Entwicklung für dieses Gebiet.

BW
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