Bewohner des neuen Flüchtlingsheims erhalten Spenden

Christopher Förster, Sonja Ruppert, Christina Schwarzer und Karsten Schulze probieren den gespendeten Kicker aus. (Foto: Sylvia Baumeister)

Britz. Mitte Februar hatten die Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer (CDU), die Union Neukölln und das Diakoniewerk Simeon um Kleider- und Sachspenden für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der Neuen Späthstraße gebeten. Viele Neuköllner kamen dem Aufruf nach.

Mit einer so großen Spendenfreudigkeit der Neuköllner hatte die CDU offenbar nicht gerechnet: Seit Mitte Februar wurde es im Neuköllner Wahlkreisbüro innerhalb von nur drei Wochen zusehends enger. Tag für Tag füllte es sich weiter mit Kleidung, Kinderwagen, Taschen, Koffern, Spielzeug und Kuscheltieren. So kamen Christina Schwarzer und ihr Büroleiter Christopher Förster, Kreisvorsitzender der Jungen Union Neukölln, nach Ende der Sammlung am Nachmittag des 12. März mit einem bis oben hin gefüllten Kleinlastwagen vor die Einfahrt des Flüchtlingsheims an der Haarlemer Straße gefahren.

"Mit so einem Ansturm hatte ich nicht gerechnet. Aber ich freue mich, dass viele Spenden aus der Neuköllner Bevölkerung kamen und dass vieles für die Kinder dabei ist", sagte die Bundestagsabgeordnete bei der Übergabe an die stellvertretende Heimleiterin Sonja Ruppert. Die Sozialarbeiterin zeigte sich hoch erfreut über so viel Hilfsbereitschaft und bedankte sich im Namen der Bewohner für die vielen Spenden. "Für die Verteilung an die Kinder und Erwachsenen könnten wir gut noch eine ehrenamtliche Hilfe gebrauchen", fügte sie hinzu. Ideal wäre eine Verteilung aus einer Kleiderkammer im Hause mit festen Öffnungszeiten, wo die Bewohner hingehen und die Kleidung anprobieren könnten.

Demnächst werden Michaela und Hartmut Trottner vom Diakoniewerk Simeon gGmbH ihre ebenfalls gesammelten Spielsachen im Rahmen eines Spielenachmittags an die Kinder in der Unterkunft verteilen. Auch hier ist der Bedarf groß, denn 60 der bisher 176 Bewohner sind unter 17 Jahren, 34 davon sind jünger als sechs Jahre. Noch ist das Heim nicht voll ausgelastet, in den nächsten Tagen könnten also noch Kinder dazu kommen.

Zudem wird das zweite Gebäude nach Fertigstellung im April oder Mai ebenfalls bezogen. "Unsere Bewohner leben sich jetzt langsam ein. Einige, die schon eine befristete Aufenthaltserlaubnis haben, nehmen bereits an Integrationskursen teil", berichtet Sonja Ruppert. Die Flüchtlinge kommen vorwiegend aus Syrien, Afghanistan, Serbien und Bosnien-Herzegowina.


Sylvia Baumeister / SB
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.