SPD würdigt außergewöhnliches Engagement

Sie engagieren sich seit über 20 Jahren in der Frauenberatung BerTa: Petra Kirschner und Britta Rosenfeld. (Foto: BW)

Buch. Die Pankower SPD hat der Frauenberatung "BerTa Beruf und Tat" den Ella-Kay-Bürgerpreis 2013 verliehen. Damit zeichnen die Sozialdemokraten jedes Jahr Personen, Vereine oder Gruppen aus, die sich in besonderer Weise für Menschen im Bezirk einsetzen.

Genau das tun Petra Kirschner und Britta Rosenfeld seit nunmehr 21 Jahren mit der Frauenberatung BerTa in Buch. Sie stehen Frauen aller Generationen in der Franz-Schmidt-Straße 8-10 mit Rat und Tat zur Seite. Anfang der 90er-Jahre merkte die Bucherin Petra Kirschner, dass in ihrem Ortsteil eine Informations- und Beratungsstelle für Frauen fehlt. Bei einer Qualifizierung zur Weiterbildungsberaterin lernte sie Britta Rosenfeld kennen. Sie konnte sie für das Projekt begeistern. Zunächst begann die Beratung als ABM-Projekt. Seit 1997 ist BerTa ein reguläres Projekt der gemeinnützigen Gesellschaft Albatros. Finanziert wird es vom Berliner Senat und aus Mitteln des Bereichs Gleichstellung des Bezirksamtes. Neben der Beratung zu unterschiedlichen Themen organisiert BerTa die ergänzende flexible Kinderbetreuung "Bucher Zwerge". Des Weiteren plant das Duo Veranstaltungen und Ausflüge. Schließlich hat auch der Bucher Frauenchor "Ein Ton tiefer" bei BerTa seine Heimat. Der wird von Britta Rosenfeld geleitet und besteht aus über 50 Sängerinnen.

Der Ella-Kay-Preis wird von der Pankower SPD jährlich vergeben. Er erinnert an das Engagement der sozialdemokratischen Politikerin Ella Kay. Sie war seit den 20er-Jahren in der Berliner Verwaltung und Politik aktiv. Von 1925 bis 1933 wirkte sie als Leiterin des Jugendamtes in Prenzlauer Berg. Von den Nazis wurde sie 1933 aus dem Amt entlassen, verfolgt und unter Polizeiaufsicht gestellt. Sie kämpfte illegal in der Gruppe um Max Fechner. 1945 nahm sie ihre Arbeit im Jugendamt wieder auf. 1947 wurde sie zur Bürgermeisterin des Bezirks gewählt, jedoch schon bald von der sowjetischen Militäradministration abgesetzt. Im Westteil Berlins war sie dann von 1955 bis 1962 Senatorin für Jugend und Sport. Nach ihrem Tod 1988 erhielt sie ein Ehrengrab des Landes Berlin.

Weitere Informationen zu BerTa gibt es dienstags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 14 bis 16 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 94 11 41 56.

Bernd Wähner / BW
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